Místo v prostoru
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Cette auteure d'origine slovène de la Carinthie autrichienne explore dans son œuvre les thèmes de l'histoire familiale et de la résistance. Ses textes poétiques, récompensés par un prix prestigieux, plongent dans les destins de trois générations, reflétant la lutte des Slovènes de Carinthie contre le régime nazi. Sa formation universitaire en langue et littérature allemandes, ainsi que ses études théâtrales, ont approfondi sa perspicacité littéraire. Son implication de longue date dans la revue littéraire bilingue souligne son engagement envers la connexion culturelle.







Rede beim Staatsakt anlässlich der 100. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Republik Österreich
Mit ihrem vielfach preisgekrönten Roman »Engel des Vergessens« (2011) hat Maja Haderlap einen wichtigen und vielbeachteten Beitrag zur Selbstverständigung über Geschichte und Gegenwart in Österreich geleistet. Ihre Rede beim Staatsakt aus Anlass der 100. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Republik Österreich ist eine eindringliche Mahnung in turbulenter Zeit.
Roman | Das lange erwartete Buch der Erfolgsautorin von »Engel des Vergessens«
Drei Generationen von Frauen kämpfen um Autonomie, geprägt von Verlust und Schuld, während die Liebe bleibt. Mira bereitet ihre Mutter auf den Auszug aus ihrem langjährigen Zuhause vor und konfrontiert ihre traumatische Kindheit und die Konflikte ihrer Ahninnen, die von patriarchalen Strukturen und der katholischen Kirche geprägt sind.
Nach ihrem Roman »Engel des Vergessens« kehrt Maja Haderlap zu ihren Ursprüngen zurück: zum Schreiben von Gedichten. Maja Haderlaps Gedichte haben etwas zu erzählen. Sie sprechen mit faszinierender Eindringlichkeit von Fremdsein und Nachhausekommen, von weiten Landschaften und engen Behausungen, von Menschen, die unterwegs sind: auf der Suche nach dem, was ihr Leben ausmachen könnte. Das kann der Andere sein, der Nächste, die Gemeinschaft, das kann die Einsamkeit oder das Gedicht selbst sein, für das eine Sprache gefunden werden muss. Tiefe Emotionalität stellt sich her, gerade weil sie nicht beschworen wird.
Maja Haderlap erzählt die bewegende Geschichte eines Mädchens, das in den Kärntner Bergen aufwächst, und verknüpft dies mit der Geschichte ihrer Familie und der slowenischen Minderheit. Die Autorin beschwört eindrucksvoll die Sinneseindrücke der Kindheit: die Gerüche des Sommers, die Kochkünste der Großmutter und die Konflikte der Eltern. Das Mädchen versucht, ihre Familie und die Menschen um sie herum zu verstehen, während der Schatten des Krieges, obwohl vorbei, weiterhin in den Köpfen der Gemeinschaft präsent ist. Der Wald wird zum Ort der Flucht, des Widerstands und der Erinnerung an Verhaftungen und Konzentrationslager. Diese Erinnerungen sind für die Menschen Teil des Lebens, so selbstverständlich wie der Glaube an Gott. Nach und nach lernt das Mädchen, die Fragmente der Vergangenheit zu verbinden und eine eigene Sprache dafür zu finden. Haderlaps Erzählung ist eindringlich und poetisch, mit einer bezaubernden Unmittelbarkeit. Sie schafft es, die Charaktere und ihre Erfahrungen auf eine Weise darzustellen, die tief berührt und zum Nachdenken anregt. Die Großmutter, der bittere Vater und das Kind werden in einer Art und Weise lebendig, die einzigartig und unvergesslich ist.
Das Klagenfurter Stadttheater unter der Intendanz von Dietmar Pflegerl war ein künstlerischer Glücksfall und ein Modell für die Organisation eines Dreispartenbetriebs ohne festes Ensemble in ländlichen Regionen. Pflegerl hat über anderthalb Jahrzehnte gezeigt, wie man Theaterbegeisterung weckt und gesellschaftlich engagierte Theaterarbeit in einem emotionalisierten politischen Umfeld umsetzt. Er verband die Pflege großer Theatertraditionen in Drama und Oper mit der Förderung zeitgenössischer Dramatik. Unter seiner Leitung gelang es, die Besten des gegenwärtigen Theaters nach Klagenfurt zu bringen und zahlreiche Talente zu entdecken, die später auf großen Bühnen erfolgreich wurden. Pflegerl erneuerte die Tradition durch intelligente Inszenierungen und ermöglichte Uraufführungen von bedeutenden Autoren. Zudem verstand er das Theater als Institution, die sich zu drängenden Fragen der Zeit und dem Verhältnis von Kultur und Politik positionieren muss. Dieses Buch dokumentiert die künstlerisch erfolgreiche und kontroverse Intendanz von Pflegerl von 1992 bis 2007. Freunde, Kritiker und Wegbegleiter ziehen Bilanz und teilen persönliche Eindrücke sowie Einschätzungen seiner maßgeblichen Arbeit für die österreichische Theaterlandschaft. Eine vollständige Dokumentation aller Produktionen dieser Jahre hält die Namen der Mitwirkenden und besondere Momente der Theaterkunst fest.