München blutrot
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Wieder haben Deutschlands beste Krimiautoren zugeschlagen: In Giesing, im Westend oder in der City. Einfach überall. In der Weltstadt mit Herz türmen sich die Leichen.







Wieder haben Deutschlands beste Krimiautoren zugeschlagen: In Giesing, im Westend oder in der City. Einfach überall. In der Weltstadt mit Herz türmen sich die Leichen.
Gemeinhin glauben die Leute, was der Bichel sagt. Er redet wie ein gelehrter Mann, wie ein Pfarrer oder ein studierter Doktor, und ist doch nur ein einfacher Viehhändler. Aber der Bichel kann erzählen. Diese Gabe ist nicht jedem gegeben. Der Bichel versteht es, die Leute in seinen Bann zu ziehen. Einen magischen Spiegel soll der Bichel besitzen, so hört man. Darin könne man geliebte Menschen sehen. Und der Spiegel verfüge über prophetische Kräfte, sage einem die Zukunft voraus. Nur über den Erdspiegel sprechen dürfe man nicht. Schlechte Gedanken reichten, um ihn zu zerstören. Und noch viel Schlimmeres könnten Zweifel und Unglauben anrichten! Seine Kritiker schimpfen den Bichel einen Menschenfänger, doch die meisten glauben ihm, wollen ihm glauben, dass sie ein besseres, ein leichteres Leben verdient haben. Die meisten – das sind junge Mädchen, hübsche und fleißige Töchter armer Tagelöhner. Sie mögen naiv und leichtgläubig sein, aber sie haben Träume. Bis eine nach der anderen plötzlich verschwindet …
Als der junge Carl 1950 in New York Emmi kennenlernt, findet er bei ihr die Geborgenheit, die er seit seinem elften Lebensjahr vermisst. Mit seiner Familie floh er 1938 von Regensburg nach Shanghai und emigrierte später in die USA. Emmi hat Deutschland erst nach dem Krieg verlassen – beide wollen über die Vergangenheit schweigen, um neu zu beginnen. Jahrzehntelang führen sie ein unbeschwertes Leben. Bis Carl die Wahrheit über seine Frau erfährt.
Ein atmosphärischer Krimi um Schein und Wirklichkeit, Recht und Gerechtigkeit Ein Dorf im Bayerischen Wald, 1944: Schwanger kehrt Afra in die ärmliche Enge ihres Elternhauses zurück, das sie Jahre zuvor verlassen hat. Für ihren streng katholischen Vater ist das ein ständiger Stein des Anstoßes und die Auseinandersetzungen nehmen noch zu, nachdem das »Kind der Sünde« geboren ist. Eines Tages liegt Afra erschlagen in der Stube neben ihrem blutüberströmten Sohn … Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen spannenden Krimi verwandelt, die beklemmende Atmosphäre in der Häuslerfamilie und die missgünstige Stimmung im Dorf brillant eingefangen.
Landshut, 1922: Ein blutiger Doppelmord erschüttert ganz Süddeutschland. Als die ledige Clara Ganslmeier und ihre alte Mutter grausam ermordet in ihrer Wohnung gefunden werden, gerät die kleine bayerische Stadt in Aufruhr. Der Hauptverdächtige ist Hubert Täuscher, Sohn eines reichen Bürstenfabrikanten, das schwarze Schaf der Familie und Verlobter von Clara. Als er in den Gerichtssaal geführt wird, wo ihm wegen kaltblütigen Doppelmordes der Prozess gemacht werden soll, ist die Menge kaum noch zu halten. Aber Hubert Täuscher lässt sich nicht beirren - obwohl alle Indizien auf ihn verweisen, schweigt er beharrlich zu den Vorwürfen, beteuert bloß seine Unschuld. Ist er ein abgebrühter Mörder oder das Opfer eines Justizirrtums? Fürchtet er eine Rache, die schlimmer ist als das Todesurteil? Andrea Maria Schenkel erzählt hochspannend und psychologisch meisterhaft von einem Verbrechen, von Opfern und von Tätern - und von den Mechanismen des Verrats.
In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof der Danners in Tannöd, und vom Mörder fehlt jede Spur...
München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.
In Sebastian Fitzeks Geschichte geht eine von der Weihnachtshektik gestresste Mutter einem Mörder in die Falle. Jan Costin Wagner erzählt von einem ganz normalen Familienvater, der plötzlich in einen Abgrund blickt. Elisabeth Herrmann nimmt uns mit zu einer Toten unter dem Eis. Heinrich Steinfest erzählt, was passieren kann, wenn eine einsame Frau Weihnachten mit einem Fremden verbringt. Und in Andrea Maria Schenkels Erzählung kommt es im tief verschneiten Bayern während der Christmette zu einem grausamen Mord. Spannung pur für die Adventszeit!
Eine junge Frau wird auf ihrer Arbeitsstelle brutal überfallen und anschließend in einen Bunker verschleppt, wo sie tagelang gefangen gehalten wird. Was will der Entführer von ihr? Andrea Maria Schenkels drittem Roman liegt kein wahrer Fall zugrunde – die menschlichen Abgründe, die sie aufzeigt, sind jedoch sehr real. Andrea Maria Schenkel erweist sich in ihrem dritten Roman ein weiteres Mal als Meisterin des unterschwellig Unheimlichen und der menschlichen Abgründe.
Milliardärssohn Harry Kendall Thaw, der von der Harvard University verwiesen wurde, war besessen von dem New Yorker Stararchitekten Stanford White. Seine Obsession führte dazu, dass er White 1906 auf der Dachterrasse des Madison Square Garden erschoss. Hans Schmidt, ein Sonderling und Einzelgänger, ermordete 1913 das Hausmädchen seiner Pfarrei in Harlem, zerstückelte ihre Leiche und versenkte sie im Hudson River. Er gab an, von Gott den Befehl erhalten zu haben, Anna zu opfern, und ging als einziger Pfarrer in die Geschichte ein, der in den USA hingerichtet wurde. Carl Panzram behauptete, über zwanzig Menschen ermordet zu haben, suchte nach den Schwachen und Harmlosen und wurde nur für ein Tötungsdelikt verurteilt. Andrea Maria Schenkel hat historische Kriminalfälle recherchiert und aufgeschrieben. Sie fasziniert das Wesen des Bösen und die Frage, ob der Mensch per se böse ist oder dazu gemacht wird.