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Boualem Sansal

    15 octobre 1949

    Boualem Sansal est un auteur algérien dont l'œuvre plonge dans le complexe tissu social et politique de sa patrie. Malgré la censure, Sansal reste en Algérie, animé par la conviction que les artistes peuvent ouvrir la voie à la paix et à la démocratie. Ses romans, profondément influencés par la période mouvementée de la guerre civile algérienne, s'efforcent de pénétrer l'esprit de ses compatriotes, cherchant à comprendre et à expliquer les racines des impasses politiques et économiques et la montée du fondamentalisme. L'approche littéraire de Sansal se caractérise par une exploration de ce qui a conduit à la situation actuelle, offrant un examen profond des luttes sociales.

    Boualem Sansal
    Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum
    Manifeste pour l'hospitalité des langues
    2084
    Rue Darwin
    Harraga
    Le village de l' Allemand ou le journal des frères Schiller
    • Die Legende

      Freie Meditationen eines unbequemen Gefangenen

      Am 16. November 2024 wurde der algerische Schriftsteller und Friedenspreisträger Boualem Sansal am Flughafen in Algier verhaftet. Erst ein paar Tage später bestätigten algerische Behörden seine Festnahme. Das Regime warf ihm vor, die „Existenzberechtigung der algerischen Nation“ sowie der historischen Grenzen in Frage gestellt zu haben. Trotz zahlreicher internationaler Proteste wurde Boualem Sansal im März 2025 wegen einer Meinungsäußerung in Algier der Prozess gemacht. In Abwesenheit seines Verteidigers wurde er zu einer Geldbuße und einer Gefängnisstrafe von 5 Jahren verurteilt. Nachdem der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den algerischen Präsidenten Abdelmajid Tebboune am 10. November um Gnade für den deutschen Friedenspreisträger (2011) bat, wurde Boualem Sansal am 12. November 2025 vom algerischen Staatspräsidenten begnadigt und nach Deutschland ausgeflogen. „Die Legende - freie Meditationen eines unbequemen Gefangenen“ ist zugleich Bericht und Reflexion über die Zeit der Gefangenschaft, in der Boualem Sansal von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten war und Informationen über die Maßnahmen zu seiner Unterstützung im Ausland vor allem über Mitgefangene zu ihm gelangten.

      Die Legende2026
    • Abraham oder Der fünfte Bund

      • 288pages
      • 11 heures de lecture

      Ist der Gott von heute wirklich der von gestern und vorgestern, und wir selbst, waren wir dessen, was wir zu wissen glaubten, so sicher? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sieht sich der junge Abram, Sohn des sunnitisch irakischen Clan-Anführers Terah, mit seiner Bestimmung konfrontiert: Als Reinkarnation von Abraham, der zentralen Figur des Alten Testaments und Stammvater Israels, liegt es in seiner Verantwortung, sein Volk vor dem Hintergrund der europäischen Unruhen des Ersten Weltkrieges in das Gelobte Land zu führen und so mit dem „Fünften Bund“ eine neue abramische Ära einzuläuten. Friedenspreisträger Boualem Sansal entwirft in seinem wortgewaltigen, komplexen Roman auf einzigartige Weise die Vision einer Versöhnung von Politik und Religion, indem er kontroverse Fragen der Gegenwart mit biblischen Passagen verknüpft und sich nicht davor scheut, die Macht und Schwächen des religiösen Denkens kritisch zu hinterfragen. Was würde geschehen, wenn sich die Offenbarung der Genesis in der Weltgeschichte wiederholt?

      Abraham oder Der fünfte Bund2022
    • Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat erneut einen offenen Brief verfasst. Es ist ein an die Adresse der Völker und Nationen der Erde gerichtetes humanistisches und atheistisches Manifest. Ausgehend von der aktuellen Lage in seiner algerischen Heimat, in der die Bürger noch immer Woche für Woche jeden Freitag für eine demokratische Regierung auf die Strasse gehen, richtet Sansal seinen Blick in die Ferne und untersucht, wer bzw. was die Freiheit der Menschen auf dem Planeten bedroht. In gewohnter Weise barocke Sprache und analytischen Scharfsinn mischend identifiziert Boualem Sansal vier weltweite Freiheits-Feinde: das Geld, die Religion, schlechte Ernährung und ?die Spiele in der Arena?. Um dann die Vision einer föderalen Welt-Republik mit einer eigenen ?universellen Verfassung? für alle Völker und Nationen der Erde zu entwerfen. Sansal formuliert mit bissiger Ironie und Humor, aber voller Wut. (Verlagswerbung)

      Freundschaftlicher, respektvoller und mahnender Brief an die Völker und Nationen der Welt2022
      4,0
    • Zurück zur Literatur!

      Streitbare Essays

      • 384pages
      • 14 heures de lecture

      Mit Beiträgen von zahlreichen Autoren wird die essentielle Rolle der Literatur für das öffentliche und private Leben hervorgehoben. Sie ist entscheidend für die (Charakter-)Bildung, das Verständnis von Kultur und die menschliche Identität. Die alarmierende Marginalisierung der Literatur in Schulen, Hochschulen und der populären Kultur führt zu einem drohenden Verlust von Wissen, freiheitlichem Denken und gesellschaftlicher Orientierung. Anstatt elitäre Bildungstraditionen zu bewahren, wird auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Reduktion auf „das Wesentliche“ und der Vermeidung von Überforderung einhergehen. Die Flut kontextloser Bilder trägt zur Verarmung des Denkens und zur politischen Sterilisierung bei. Besonders besorgniserregend ist der Verlust von Text- und Lesekompetenz sowie der Fähigkeit, in komplexen und ambivalenten Zusammenhängen zu denken und zu empfinden. Auch das, was man als „Möglichkeitssinn“ bezeichnet, ist durch den Verzicht auf Literatur bedroht, was eine wichtige Waffe im Kampf gegen Fundamentalismen gefährdet. Der Band diskutiert sowohl die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung als auch mögliche Vorschläge zum Widerstand.

      Zurück zur Literatur!2017
    • 2084

      • 273pages
      • 10 heures de lecture

      L'Abistan, immense empire, tire son nom du prophète Abi, «délégué» de Yölah sur terre. Son système est fondé sur l'amnésie et la soumission au dieu unique. Toute pensée personnelle est bannie, un système de surveillance omniprésent permet de connaître les idées et les actes déviants. Officiellement, le peuple unanime vit dans le bonheur de la foi sans questions. Le personnage central, Ati, met en doute les certitudes imposées. Il se lance dans une enquête sur l'existence d'un peuple de renégats, qui vit dans des ghettos, sans le recours de la religion. Boualem Sansal s'est imposé comme une des voix majeures de la littérature contemporaine. Au fil d'un récit débridé, plein d'innocence goguenarde, d'inventions cocasses ou inquiétantes, il s'inscrit dans la filiation d'Orwell pour brocarder les dérives et l'hypocrisie du radicalisme religieux qui menace les démocraties.

      20842015
      3,0
    • „Ich lehne es ab, mich von der Angst besiegen zu lassen.“ Boualem Sansal Schreiben ist seine Art zu kämpfen, dabei steht der Friedenspreisträger Boualem Sansal eigentlich für Dialog und Verständigung. Trotzdem warnt er eindringlich vor den Gefahren des Islamismus.In seinem Essay beschreibt der algerische Schriftsteller voller Leidenschaft, immer sachlich und ohne Vorurteile zu schüren, die prägenden Epochen des Islam und erläutert seine unterschiedlichen Strömungen. Er erklärt, warum der radikale Islam heute so an Boden gewinnt und nimmt dabei auch den Westen in die Verantwortung. Ein aufrüttelnder Appell zu Versöhnung und Vernunft.

      Allahs Narren. Wie der Islamismus die Welt erobert2014
      3,5
    • Rue Darwin

      • 256pages
      • 9 heures de lecture

      «Je l'ai entendu comme un appel de l'au-delà : "Va, retourne à la rue Darwin." J'en ai eu la chair de poule. Jamais, au grand jamais, je n'avais envisagé une seule seconde de retourner un jour dans cette pauvre ruelle où s'était déroulée mon enfance.» Après la mort de sa mère, Yazid, le narrateur, décide de retourner rue Darwin dans le quartier Belcourt, à Alger. «Le temps de déterrer les morts et de les regarder en face» est venu. Une figure domine cette histoire : celle de Lalla Sadia, dite Djéda, toute-puissante grand-mère installée dans son fief villageois, dont la fortune immense s'est bâtie à partir du florissant bordel jouxtant la maison familiale. C'est là que Yazid a été élevé, avant de partir pour Alger. L'histoire de cette famille hors norme traverse la grande histoire tourmentée de l'Algérie, des années cinquante à aujourd'hui. Encore une fois, Boualem Sansal nous emporte dans un récit truculent et rageur dont les héros sont les Algériens, déchirés entre leur patrie et une France avec qui les comptes n'ont toujours pas été soldés. Il parvient à introduire tendresse et humour jusque dans la description de la corruption, du grouillement de la misère, de la tristesse qui s'étend… Rue Darwin est le récit d'une douleur identitaire, génératrice du chaos politique et social dont l'Algérie peine à sortir.

      Rue Darwin2011
      3,6
    • Am selben Tag werden im Städtchen Rouiba zwei Männer ermordet aufgefunden. Moh, der wohlhabende Pate der Region, und Bakour, ein armer Teufel. Die Autoritäten der Polizei möchten den Fall Moh schnellstmöglichst abschließen und schieben den Mord den Islamisten in die Schuhe. Der alternde Kommissar Larbi ermittelt im Fall Bakour. Als er Hinweise für einen Zusammenhang zwischen beiden Morden hat, begibt er sich in größte Gefahr.

      Der Schwur der Barbaren2010
      2,0
    • En 1994, après le massacre du village d'Aïn Deb, les frères Schiller découvrent l'identité de leur père, un Allemand moudjahid. Ce roman, basé sur des faits réels, relie la Shoah, la guerre en Algérie et la situation des banlieues françaises, offrant une réflexion profonde sur des sujets délicats.

      Le village de l' Allemand ou le journal des frères Schiller2009
      3,9
    • Boualem Sansal gehört zu den wenigen Intellektuellen Algeriens, die noch in der Heimat leben und dort unerschrocken Kritik an den im Land herrschenden politischen, kulturellen und sozialen Verhältnissen üben. In seinem 2006 in Frankreich erschienenen offenen Brief appelliert Boualem Sansal an den Dialog. Diese Einladung zum Gespräch richtet sich jedoch keineswegs nur an die Landsleute in der Heimat und die vielen in der Emigration lebenden Algerier. Sansal hält mit seiner nüchternen, messerscharfen Analyse der Verhältnisse einmal mehr auch den Bürgern der westlichen Welt den Spiegel vor. So ist sein offener Brief eine Aufforderung an alle aufgekärten Weltbürger, öffentlich für Freiheit und Menschlichkeit und gegen Verblendung und Indoktrinierung durch politische Systeme und Kasten einzutreten.

      Postlagernd: Algier2008
      3,5
    • Une maison que le temps ronge comme à regret. Des fantômes et de vieux souvenirs que l'on voit apparaître et disparaître. Une ville erratique qui se déglingue par ennui, par laisser-aller, par peur de la vie. Un quartier, Rampe Valée, qui semble ne plus avoir de raison d'être. Et partout dans les rues houleuses d'Alger des islamistes, des gouvernants prêts à tout, et des lâches qui les soutiennent au péril de leur âme. Des hommes surtout, les femmes n'ayant pas le droit d'avoir de sentiment ni de se promener. Des jeunes, absents jusqu'à l'insolence, qui rêvent, dos aux murs, de la Terre promise. C'est l'univers excessif et affreusement banal dans lequel vit Lamia, avec pour quotidien solitude et folie douce. Mais voilà qu'une jeune écervelée, arrivée d'un autre monde, vient frapper à sa porte. Elle dit s'appeler Chérifa, s'installe, sème la pagaille et bon gré mal gré va lui donner à penser, à se rebeller, à aimer, à croire en cette vie que Lamia avait fini par oublier et haïr.

      Harraga2007
      3,5
    • Die Bar des Amis in Algier ist Treffpunkt einer fröhlichen Truppe: Ein Schriftsteller, ein alter Widerstandskämpfer, ein Verliebter, Dok Tarik und andere. Bei Zigarettenrauch und endloser Trinkerei kursieren die unglaublichsten Geschichten. Hier wird Algerien neu erfunden: Zwischen Traum, Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht und dem Elend des Alltags.

      Erzähl mir vom Paradies2004
      3,0
    • Schwungvoll und heiter, schonungslos und beißend, anklagend und satirisch lässt Boualem Sansal die Kultur der sogenannten westlichen Welt auf die der islamischen prallen und deckt dabei überraschende Gemeinsamkeiten auf. In dem grauenerregenden Zuchthaus von Lambèse (Algerien) unterhalten sich zwei zum Tode Verurteilte: der Franzose Pierre und der Algerier Farid. Pierre wurde 1957 in Vialar (heute Tissemsilt) geboren. Er ist heimlich nach Algerien zurückgekehrt, um seine Mutter wiederzufinden, die ihn kurz nach seiner Geburt ausgesetzt hat. Er erlebt ein Land, das die Geister der Vergangenheit nicht loslassen. Vor allem aber deckt er gefährliche Wahrheiten über gewisse Aspekte des Unabhängigkeitskrieges auf. Farid hingegen hat sich in seinem früheren Leben an den Grausamkeiten beteiligt, die die Islamisten oder diejenigen, die sie auf zynische Weise benutzten, verübten. - Während Pierre und Farid über das Leben und Algerien diskutieren, bereitet sich eine internationale Menschenrechtskommission darauf vor, das Gefängnis zu besuchen. Angesichts dessen gerät die Verwaltung von Lambèse in helle Aufregung.

      Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum2002
      4,5