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Friedrich von Borries

    21 août 1974
    Friedrich von Borries
    Sozialistische Cowboys
    Weltentwerfen
    Architektur im Anthropozän. Eine spekulative Archäologie | Was Architektur über uns und unsere Lebensweise verrät
    Bessere Zukunft?
    TV towers : 8,559 meters politics and architecture
    The Uncanny Familiar
    • The Uncanny Familiar

      Images of Terror

      • 376pages
      • 14 heures de lecture

      Media images of terrorist acts ingrain themselves in the collective memory with a pungency against which we seem almost powerless. This volume looks at artists who have manipulated the manipulators and interrogated the media's representations of terrorism. Included here is the Spanish collective G.R.A.M., whose 2001 series "Nach Motiven von "reconstructs scenes from famous press photos such as the arrest of Ulrike Meinhof; Raymond Depardon and Malte Wandel, who both revisit the classic photographs of the Palestinian hostage crisis at the 1972 Olympic Games in Munich; Naeem Mohaiemen's film based on archival recordings of negotiations from the Japanese Red Army's 1977 aircraft hijacking; Dennis Adams' "Patricia Hearst A-Z," in which Hearst is shown transforming from heiress to kidnap victim to terrorist and back to heiress; and several treatments of the September 11 attacks, including Fiorenza Menini's deadpan film of the dust cloud clearing around Manhattan.

      The Uncanny Familiar
      4,5
    • This book provides insight into an architectural battle that has raged between designers of TV towers since the form's invention―to be larger, to be higher, to go further. It also sheds light on related sociopolitical how exactly are aspirations towards societal, economic and political significance expressed in the towers' appearance and how does their interpretation shift?

      TV towers : 8,559 meters politics and architecture
      4,0
    • Bessere Zukunft?

      Auf der Suche nach den Räumen von Morgen

      • 166pages
      • 6 heures de lecture

      Kriege, Katastrophen, Klimawandel – ist das die Welt, in der wir leben wollen? Die Herausgeber haben sich auf die Suche nach Strategien und Projekten für eine bessere Zukunft begeben. Auf ihren Ab- und Umwegen erhalten sie Wegweisungen von Klimaforschern, Soziologen, Architekten, Ingenieuren, Künstlern und Politikern. Ausgerüstet mit deren technischen, philosophischen und kreativen Survival Kits, entdecken die Autoren die Räume von Morgen – Städte und Schlachtfelder, Brachen und Baustellen, Flüchtlingslager und Finanzzentren. Dort finden sie Antworten auf ganz grundsätzliche Fragen: Wo werden wir wohnen? Worauf müssen wir verzichten? Um was werden wir kämpfen? Was werden wir essen? Welche Rohstoffe werden wir nutzen? Woher wird unsere Energie kommen? Woran können wir noch glauben? Wie werden wir leben? Die Architekten Friedrich von Borries und Matthias Böttger sind die Generalkommissare des deutschen Beitrages zur 11. Internationalen Architekturausstellung (11. Mostra Internazionale di Architettura) der Biennale Venedig. Das Motto der Biennale 2008, die vom 14. September bis zum 23. November 2008 in Venedig stattfindet, lautet: Out There. Architecture Beyond Building.

      Bessere Zukunft?
    • Friedrich von Borries untersucht in seinem Buch die Perspektive zukünftiger Archäolog:innen, die Technofossilien analysieren, um unseren Umgang mit dem Klimawandel zu verstehen. Er hebt hervor, dass Objekte am Stadtrand, wie Müllverbrennungsanlagen und Serverparks, mehr über unsere Lebensweise verraten als zentrale Bauten und skizziert eine zukunftsorientierte Architektur.

      Architektur im Anthropozän. Eine spekulative Archäologie | Was Architektur über uns und unsere Lebensweise verrät
      4,4
    • Weltentwerfen

      Eine politische Designtheorie

      • 143pages
      • 6 heures de lecture

      Früher entwarfen Designer Gegenstände. Heute wird praktisch alles designt: das Klima, Prozesse, Flüchtlingslager. Wenn jedoch alles designt wird, ist es höchste Zeit, Design nicht länger allein nach ästhetischen Gesichtspunkten zu bewerten. Wir brauchen, so Friedrich von Borries, eine politische Designtheorie. Der Mensch ist gezwungen, die Bedingungen, unter denen er lebt, zu gestalten. Geschieht dies so, dass Handlungsoptionen reduziert werden, haben wir es mit Unterwerfung zu tun. In seinem Manifest plädiert von Borries für ein entwerfendes Design (des Überlebens, der Gesellschaft, des Selbst), das sich der totalitären Logik der Versicherheitlichung entzieht und gegen die Ideologie der Alternativlosigkeit neue Formen des Zusammenlebens imaginiert.

      Weltentwerfen
      4,0
    • Sozialistische Cowboys

      Der Wilde Westen Ostdeutschlands

      • 200pages
      • 7 heures de lecture

      Um einen Raum zu imaginieren, in den bis heute Sehnsucht nach Freiheit projiziert wird, mußte Karl May Radebeul nicht verlassen. Seine Erben konnten es nicht, also holten sie den Wilden Westen in die DDR. 1956 wurde der „Indianistikklub Old Manitou“ gegründet, dem zahllose weitere folgten. Die Autoren erzählen unbekannte Alltagsgeschichte(n) aus dem »Reservat DDR«: über Defa-Western und Dean Reed, sozialistische Cowboys, die sich als »Landarbeiterproletariat« inszenieren mußten, den Häuptling von Hoyerswerda und die Stasiakte »Tomahawk«. Die historische Reportage begleitet die Protagonisten bis in eine Gegenwart, in der die amerikanische Geschichte eine ganz andere Bedeutung bekommt: »reenactment«. In nachinszenierten Schlachten aus dem Bürgerkrieg übernehmen sie am liebsten die Rolle der Konföderierten und identifizieren sich mit dem Stolz der Verlierer.

      Sozialistische Cowboys
      3,5
    • Gefangen in der Titotalitätsmaschine

      Der Bauhäusler Franz Ehrlich

      • 314pages
      • 11 heures de lecture

      Das Funkhaus Nalepastraße, bis 1990 Sitz des Rundfunks der DDR und heute ein beliebtes Ausflugsziel, gilt als sein berühmtestes Werk. Begonnen hatte das bewegte Architektenleben Franz Ehrlichs (1907-1984) am Bauhaus in Dessau. 1937 wurde er als Widerstandskämpfer ins KZ Buchenwald gebracht, wo er das Tor mit der Inschrift »Jedem das Seine« gestalten musste. In der DDR nahm Ehrlichs Karriere Schwung auf – aber sein umfassender Geltungsanspruch kollidierte mit den politischen Leitlinien. Für ihren biographischen Essay begeben sich der Designtheoretiker Friedrich von Borries und der Historiker Jens-Uwe Fischer auf die Spuren eines lange vergessenen Bauhäuslers. Dabei reflektieren sie über die Widersprüche in Ehrlichs Biographie sowie die Ambivalenzen und den Totalitätsanspruch der Moderne.

      Gefangen in der Titotalitätsmaschine
      3,9
    • Design ist ein fester Bestandteil der modernen Welt. Lebens- und Kommunikationsmittel, Räume, Möbel, Kleider. Obwohl so ziemlich alles, was uns im Alltagsleben begegnet, gestaltet ist, sind theoretische Auseinandersetzungen mit dem Thema Gestaltung im deutschsprachigen Raum rar. Dabei gewinnt die Thematik nicht nur an Präsenz, sondern auch an Bedeutung, Verantwortung und Komplexität. Während Design einst vor allem funktionieren musste, soll es heute zusätzlich noch inspirieren, definieren, vermitteln, differenzieren und verbessern. Weil Design die Welt verändert. trägt mit einer anregenden Sammlung von interdisziplinären Projekt- und Textbeiträgen dazu bei, den gestaltungsspezifischen Diskurs im deutschen Sprachraum zugänglich und verständlich zu machen. Die von den Herausgebern Friedrich von Borries und Jeszko Fezer ausgewählten Beiträge stammen von Designern wie Enzo Mari, Roberto Feo und Peter Raacke, zeitgenössischen Künstlern wie Anselm Reyle und Ion Sorvin. Ergänzend werden die historischen Positionen eines Joseph Beuys, Max Bill und Dieter Rams im Kontext der aktuellen Debatten neu reflektiert und so entsteht eine kurzweilige und gehaltvolle Positionsbestimung.

      Weil Design die Welt verändert, machen wir ...
      2,5
    • Ausgehend von einer kritischen Gegenwartsanalyse entwerfen der Architekt Friedrich von Borries und der Stadtplaner Benjamin Kasten das Bild einer Stadt der Zukunft, die ökologischer und gerechter ist als die Stadt der Gegenwart. Sie ist größer und dichter, aber auch offener und grüner – und jeder Bewohner ist aktiv in ihre Gestaltung miteinbezogen. Anhand von Beispielen aus Architektur, Stadtplanung, Kunst und Design zeigen die Autoren, wo Aspekte dieser Zukunft schon jetzt erprobt werden: Von vertikalen Wäldern über unterirdische Plantagen, Selbstausbauhäuser und transnationale Grenzstädte bis hin zur Hochstraße in Seoul, die zum Park umgewidmet wurde. Ihre Darstellung ist gleichermaßen kritisch und kreativ, analytisch und visionär.

      Stadt der Zukunft – Wege in die Globalopolis
      3,6
    • RLF

      • 251pages
      • 9 heures de lecture

      RLF ist mehr als Lifestyle. RLF ist mehr als Kunst. RLF ist Widerstand. RLF kämpft für das richtige Leben im falschen. Werde Teil von RLF. Werde Shareholder der Revolution! Am Anfang stehen die Riots in London: Die Verlierer der Konsumgesellschaft strömen auf die Straßen, zeigen der Welt, dass es sie gibt; Autos und Geschäfte brennen. Und die Welt des jungen Werbers Jan gerät ins Wanken. Er hat mit Kampagnen für die Fashion-Industrie eine Menge Geld verdient, doch als er in die Unruhen gerät, wird ihm klar: Der Kapitalismus muss gestürzt werden und zwar mit seinen eigenen Mitteln. In der Aktivistin Slavia und dem Künstler Mikael Mikael findet Jan die richtigen Mitstreiter. Gemeinsam gründen sie RLF, ein Lifestyle-Unternehmen, das den Wunsch nach Protest und Widerstand in Konsumprodukte verwandelt; mit dem Ziel, das System selbst in einem revolutionären Akt zum Einsturz zu bringen. Doch die Revolution hat ihren Preis, und den wird am Ende jemand bezahlen müssen – und sei es mit dem Leben.

      RLF
      1,7
    • 1WTC

      Roman

      • 204pages
      • 8 heures de lecture

      Vier junge Menschen kämpfen in New York gegen die Allgegenwart der Überwachung, gegen den Anfang vom Ende unserer Freiheit. Immer tiefer verirren sie sich in einem Spiegelkabinett aus Virtualität, Fiktion und Realität. Am Ende stehen drei Tote – und eine Entscheidung. New York. Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die Stadt zur Normalität zurückgefunden, ein neues World Trade Center entsteht – das 1WTC. Tom, ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Militärgeheimdiensts, entwirft das Fundament des Gebäudes. Seine Freundin Jennifer, eine Galeristin, lernt in der Bibliothek den deutschen Künstler Mikael Mikael kennen, der sie für sein Filmprojekt engagiert: Zusammen mit der geheimnisvollen Hackerin Asanta dokumentieren sie die allgegenwärtige Überwachung in der Stadt. Als Tom einen mysteriösen Auftrag von seinen ehemaligen Vorgesetzten erhält, beginnt die Grenze zwischen Simulation und Wirklichkeit zu verschwimmen. Am Ende stehen drei Tote – und eine Entscheidung.

      1WTC
      3,4
    • Projekt 1WTC

      • 196pages
      • 7 heures de lecture

      New York. Deset let po útoku na Dvojčata žije město svým normálním životem. Vzniká nové World Trade Center - 1WTC. Tom, bývalý pracovník vojenské tajné služby Spojených států, má za úkol vytvořit v základech budovy specifický výslechový areál určený pro teroristy. Jeho přítelkyně, galeristka Jennifer, se seznámí s umělcem Mikaelem Mikaelem, který ji získá pro svůj filmový projekt: spolu s tajemnou hackerkou Syanou hodlají zdokumentovat všudypřítomné systémy kontroly ve městě, jež považují za začátek konce lidské svobody. Syana je mimoto autorkou totální počítačové hry, která zasahuje do reality - a mění ji. Osudy čtveřice mladých lidí se proplétají, hranice mezi fikcí a realitou mizí. Napínavý román s rysy thrilleru vypovídá o rozporech současné společnosti.

      Projekt 1WTC
      2,9
    • Die Managerin Cornelia bittet den Kurator Florian, für die »Stiftung Nachhaltigkeit der Deutschen Industrie« ein Museum für ökologische Kunst zu entwickeln. Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt? Florians Projekt bringt ihn mit der Künstlerin Lisa zusammen, die Bäume pflanzt, um daraus Holzkohle für ihre Installationen und Zeichnungen herzustellen – und damit in ihren Kunstwerken CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Er trifft John, der als radikaler Öko-Aktivist gegen die Kohleindustrie und die Abholzung des Goldbacher Forstes kämpft, den Flüchtling Issa, der Florians Selbstgewissheiten hinterfragt, die frustrierte PR-Frau Suzanna, die für die EU Umweltpolitik macht, aber lieber Bienen züchten will und den Bergmann Ronald, der Sorge um seinen Arbeitsplatz hat. Selbstüberschätzung trifft auf Lebensangst, Verzweiflung auf Hoffnung, Aktivismus auf Gewalt.Unerwartete Beziehungen entstehen, die im verschwenderischen »Fest der Folgenlosigkeit« ihren explosiven Höhepunkt finden.

      Fest der Folgenlosigkeit
    • Olaf Metzel

      Gegenwartsgesellschaft

      • 198pages
      • 7 heures de lecture

      Olaf Metzel (geb. in 1952 in Berlin, lebt und arbeitet in München) ist ein deutscher Bildhauer und Objektkünstler. Provokation als Denkanstoß ist für ihn Teil seiner Kunst. Für seine Skulpturen verwendet er auch Teile, die als Schrott gelten, wie Absperrgitter bei der Arbeit 13.04.1981 1987 in Berlin oder ausrangierte Stadionsitze beim Fußball-Projekt Auf Wiedersehen 2006 in Nürnberg. In beiden Fällen kam es zu erheblichen Protesten in den jeweiligen Städten. Die vorliegende Publikation konzentriert sich ausschließlich auf die skulpturalen Arbeiten, die unterschwellige oder bewusst verdrängte Aspekte der deutschen Geschichte thematisieren. Neben zentralen Skulpturen wie Wurfeisen und Zwille (Entwurf Hafenstraße), 1990/91, Idealmodell PK/90, 1987, und Noch Fragen?, 1998/2013, werden auch neue und ortspezifische Arbeiten präsentiert. Sie zielen auf eine direkte Auseinandersetzung mit den Betrachtern und ihrem sozialen, urbanen und gesellschaftspolitischen Umfeld. Die Beiträge in diesem Textbuch setzen die Arbeiten von Olaf Metzels in einen Kontext unterschiedlicher politischer, architektonischer und kunsttheoretischer Diskurse. Sie stammen von Friedrich von Borries, Felix Ensslin, Günther Jacob, Olaf Metzel, Raimar Stange, Florian Waldvogel und Regina Wamper

      Olaf Metzel
    • Die Berliner Weltverbesserungsmaschine

      Eine Geschichte des fortwährenden Scheiterns

      • 196pages
      • 7 heures de lecture

      Seit dem 17. Jahrhundert existiert in verschiedenen europäischen Metropolen der geheime Plan, eine Weltverbesserungsmaschine zu errichten. Diese Idee beruht auf der Annahme, dass die richtige Anordnung von Kunstwerken und Artefakten in einer architektonischen Superform eine mächtige Kraft entfalten könnte. Sie inspirierte sowohl absolutistische Machtphantasien als auch aufklärerische Weltverbesserungsansprüche. Der Bau der Maschine galt als gemeinsame Aufgabe der Wissenschaften und Künste. Um im europäischen Wettbewerb nicht zurückzufallen, gründete der preußische Staat die Akademie der Künste (1696), die Akademie der Wissenschaften (1700) und später die Königlichen Museen zu Berlin (1830). Diese Institutionen widmeten sich der wissenschaftlichen und künstlerischen Forschung, während die Museen die notwendigen Bauteile sammelten. Doch Ende des 19. Jahrhunderts scheiterte das Langzeitvorhaben endgültig, und das Geheimprojekt geriet in Vergessenheit. Der erste Band des Forschungsvorhabens dokumentiert die Geschichte dieses Projektes, während der zweite Band einen kritischen Rekonstruktionsversuch aus dem Sommer 2013 präsentiert, der im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart und 15 weiteren Berliner Museen gezeigt wurde. Dieses Projekt ist eine Kooperation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der HFBK Hamburg, gefördert von der Schering-Stiftung und der Jungen Akade

      Die Berliner Weltverbesserungsmaschine
    • Klimakapseln

      Überlebensbedingungen in der Katastrophe

      • 207pages
      • 8 heures de lecture

      Noch ignorieren wir die globale Erwärmung in der Hoffnung, den Ingenieuren werde schon etwas einfallen, wenn der Problemdruck groß genug ist. Friedrich von Borries stellt eine realistischere Frage: Wie werden wir uns anpassen, wenn der Klimawandel Realität geworden ist? Er entwirft ein Szenario, in der die Reichen in abgeriegelten Kapseln leben, während die Armen auf schwimmende Inseln warten. In fiktionalen Porträts stellt er die Protagonisten der Kapselwelt vor, den Architekten, den Flüchtling, den Sonnenlenker u. a. Ein Glossar gibt zudem einen Überblick über Projekte, in deren Rahmen sich Künstler, Regisseure und Architekten in den letzten Jahrzehnten mit dem Thema Klima befaßt haben.

      Klimakapseln
    • Heimatcontainer

      Deutsche Fertighäuser in Israel

      • 200pages
      • 7 heures de lecture

      Berlin, Ende der zwanziger Jahre. Die Hirsch Kupfer und Messingwerke entwickeln ein Fertighaus – aus Kupfer, dem wetterbeständigen Material aus der eigenen Fabrik. Walter Gropius wird mit der Verfeinerung der Entwürfe beauftragt, die Häuser haben Namen wie »Kupfercastell« und »Frühlingstraum«. Doch dann kommen die Weltwirtschaftskrise und die Machtübernahme Hitlers, plötzlich heißen die Fertighäuser nun »Jerusalem« und »Libanon«. In einer Anzeige in der Jüdischen Rundschau inseriert die Firma: »Nehmen Sie ein Kupferhaus mit nach Palästina. Sie wohnen bei größter Hitze in kühlen Räumen.« Friedrich von Borries und Jens-Uwe Fischer haben sich in Deutschland und Israel auf die Spuren der Erbauer und Bewohner der Kupferhäuser gemacht und mit ihnen darüber gesprochen, was Heimat heute für sie bedeutet.

      Heimatcontainer
    • Klimakunstforschung

      • 231pages
      • 9 heures de lecture

      Zwischen Kunst und Wissenschaft sind in jüngerer Zeit vermehrt Annäherungsversuche zu beobachten. Künstler eignen sich wissenschaftliche Methoden an und begreifen ihre Arbeit als Forschung; Wissenschaftler sind fasziniert von der Vermittlungskompetenz und den innovativen Ansätzen der Kunst. Der Band Klimakunstforschung stellt dieses Feld hybrider Praktiken in einer exemplarischen Auswahl internationaler Projekte künstlerischer Forschung vor. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative methodische Ansätze. Alle vorgestellten Forschungsprojekte befassen sich mit 'Klima'. Sie stellen sich damit einer gesellschaftlichen Herausforderung, bei deren Lösung die herkömmliche Forschung an ihre Grenzen zu stoßen scheint. Die Perspektive reicht dabei von physikalischen bis hin zu sozialen Fragestellungen. Interviews mit Künstlern sowie Forschern aus Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften kontextualisieren die vorgestellten Projekte im methodologischen und politischen Diskurs. Künstler: Peter Fend, Tue Greenfort, Susanne Lorenz, Michiko Nitta, Dan Peterman, Andrea Polli, Tomas Saraceno, Jan-Peter E. R. Sonntag u. a.

      Klimakunstforschung
    • Glossar der Interventionen

      Annäherung an einen überverwendeten, aber unterbestimmten Begriff

      • 231pages
      • 9 heures de lecture

      Interventionen sind das Wundermittel unserer Zeit. Schnell rein, eingreifen, schnell raus. Große Wirkung mit wenig Aufwand. Im Krieg, in der Kunst, in der Stadtentwicklung, im therapeutischen Bereich. Doch hält die Intervention, was sie verspricht? Ist sie so wirkmächtig, wie ihr Mythos besagt? Das Glossar der Interventionen ist der Versuch, sich dem Wesen der Intervention in der Auseinandersetzung mit seiner begrifflichen Verwendung zu nähern. Denn der Begriff der Intervention, der vor allem im Völkerrecht, in der Politik und der Wirtschaft Verwendung fand, wird mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit in der Kunst, Architektur und Stadtplanung gebraucht. Und jedes Mal wird etwas Unterschiedliches, aber eben doch miteinander Verwandtes gemeint. Das Besondere ist dabei, und dies betrifft fast alle Disziplinen, dass sich der Begriff der Intervention durch eine mehrfache Ambivalenz auszeichnet: er ist nicht nur überverwendet, sondern auch unterbestimmt, aber gleichzeitig, je nach Verwendungskontext, ein extrem negativ besetzter Begriff, ein mit hohen Erwartungen aufgeladenes Versprechen oder auch nur eine leere Worthülse. Diese Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und sie kann auch nicht die eingangs gestellte Frage beantworten. Sie spiegelt vielmehr eine Suchbewegung wider und soll dazu anregen, über das Wesen des Intervenierens nach zudenken.

      Glossar der Interventionen