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Klaus Wellner

    Das Bewusstsein
    • Das Bewusstsein

      philosophische, psychologische und physiologische Aspekte

      • 219pages
      • 8 heures de lecture

      Der Begriff 'Bewußtsein' ist aus unserer Sprach- und Vorstellungswelt nicht mehr wegzudenken, obwohl er erst 1719 durch Christian Wolff in seinem Werk über Metaphysik eingeführt wurde. Zuvor bedeuteten die lateinischen und englischen Begriffe 'conscientia' und 'conscience' ursprünglich nur 'Gewissen'. Dies deutet auf eine tiefere Bedeutung des Bewußtseins hin, die über den psychologisch-biologischen Bereich hinausgeht und auch moralische, religiöse und kulturgeschichtliche Aspekte umfasst. Mit Descartes’ Gleichsetzung von 'cogitatio' und 'conscientia' erlangte das Bewußtsein schnell eine zentrale Rolle in der Philosophie und Psychologie, insbesondere in der Erkenntnis- und Moralphilosophie des deutschen Idealismus. Schopenhauer stellte dem verabsolutierten Bewußtseins-Begriff die Macht des dunklen, triebhaften Willens entgegen, was zu einer Gegenüberstellung von Bewußtsein und Unbewußtem führte. Fragen zur Entstehung des Bewußten aus dem Nicht-Bewußten bleiben relevant, während hirnphysiologische Untersuchungen zunehmend in den Fokus rücken. Diese zielen darauf ab, zu erforschen, wie bewußtes Handeln und Denken sowie das Bewußtsein selbst vom menschlichen Gehirn ermöglicht werden. Daher plant die FREIE AKADEMIE eine Arbeitstagung, um die verschiedenen Aspekte der bisherigen Bemühungen zur Selbstaufklärung des Bewußtseins zu beleuchten und die Bedeutung des Themas hervorzuheben.

      Das Bewusstsein