Die Autobiographie fesselt durch die Persönlichkeit des Autors, Jules Fourrier, der als Parlamentsabgeordneter, Résistance-Kämpfer und KZ-Häftling von seinem unermüdlichen Einsatz für eine gerechte Gesellschaft berichtet. Fourrier ist nicht nur ein wacher Zeitzeuge, sondern auch ein unabhängiger Geist, der mit unvoreingenommener Neugier und praktischer Orientierung die Geschehnisse seiner Zeit beobachtet. Seine unerschütterliche Haltung für Freiheit und Wahrheit bleibt stets untadelig, sowohl im Kampf gegen Hitler als auch in der Zeit danach. Er kritisiert die Rückkehr der ehemaligen Kollaborateure und die anhaltende Klassenjustiz, die sich nicht verändert hat. Für Fourrier ist der Sieg der Feinde einer besseren Gesellschaft kein Grund zur Resignation; er erkennt, dass Unrecht nicht durch Abstimmung legitimiert werden kann. Diese klare Haltung prägt sein Leben und seine politischen Überzeugungen. Seit 1929 Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, engagiert sich Fourrier aktiv gegen die französischen Faschisten und verlässt die PCF 1939 aus Protest gegen den Hitler-Stalin-Pakt. Er unterstützt die Internationalen Brigaden und leitet ab 1943 den bewaffneten Widerstand gegen die Nazis. Nach seiner Verhaftung und Folterung durch die SS überlebt er die KZs Buchenwald und Mauthausen. Bis zu seinem Tod 1999 setzt er seinen politischen Kampf in verschiedenen Organisationen fort.
Jules Fourrier Ordre des livres (chronologique)
