Planung und Auswertung von Untersuchungen im Rahmen des allgemeinen linearen Modells
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Menschliches Verhalten zu beschreiben, zu erklaren, vorherzusagen und zu beeinflussen sind die Ziele von Psychologen. In vielen Forschungsrichtungen interessiert man sich besonders fUr das Verhalten von Menschen in Entscheidungssituationen. Von besonderer, auch praktischer Bedeutung ist hierbei die Untersuchung von Menschen in subjektiv als wichtig erlebten Entscheidungen. Nach THOMAEs (1960) phanomenologisch orierentierten Beschreibungen in "Der Mensch in der Entscheidung" und FEGERs (zuletzt 1978) der Experimentalpsychologie verpflichteten Erklarungen von "Konflikterleben und Konfliktverhalten" soll in der vorliegenden Arbeit der Akzent auf die Vorhersage von EntschlUssen bei personlich wichtigen Entscheidungen gesetzt werden. 1m Verlauf von subjektiv wichtigen personlichen Entscheidungen spielen die Erwartungen des sich entscheidenden Individuums eine bedeutende Rolle. 1m ersten Kapitel wird zunachst eine allgemeine Definition von Erwartung gegeben. Diese allgemeine Definition von Erwartung wird erganzt durch die Beschreibung von 12 Merkmalen oder Facetten, die an jeder Erwartung unterschieden werden konnen. Zu jeder dieser Facetten von Erwartung finden sich in der Literatur empirische Arbeiten, die bei der Schilderung der jeweiligen Facette dargestellt werden. 1m AnschluB an diese definitorischen Vorarbeiten werden dann die Arbeiten zu den Wert-Erwartungstheorien in der Psychologie dargestellt und ihre Probleme diskutiert, urn dann Uberzuleiten zur Bedeutung linearer Modelle fUr die Vorhersage von EntschlUssen. 1m AnschluB daran wird ein Modell zur Vorhersage von EntschlUssen vorgestellt, das die Bewertungen von Erwartungen verwendet. Dieses Zahlermodell der bewerteten Erwartungen ist auf Individualebene formuliert und wird im weiteren daraufhin geprUft, wie gut es sich zur Vorhersage von individuellen EntschlUssen eignet. In Kapitel 2 werden hierzu sieben Untersuchungen zusammenfassend dargestellt.
Das psychologische Konstrukt der sozialen Gehemmtheit wird aus dem alltagspsychologischen Konzept der Schuchternheit abgeleitet und erstmals aus differential- und entwicklungspsychologischer Sicht systematisch untersucht. Eine Langsschnittstudie mit Kindern und mehrere Untersuchungen an Erwachsenen zeigen, dass soziale Gehemmtheit schon im Kindergartenalter ein relativ stabiles Personlichkeitsmerkmal ist, das in fremdartigen und sozial-evaluativen Situationen wirksam wird und eine deutliche Kontinuitat zwischen dem Kindes- und dem Erwachsenenalter aufweist."