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Niklas Lenhard-Schramm

    Die Duogynon-Affäre
    Göttliche Krankheit, kirchliche Anstalt, weltliche Mittel
    • Göttliche Krankheit, kirchliche Anstalt, weltliche Mittel

      Arzneimittelprüfungen an Minderjährigen im Langzeitbereich der Stiftung Bethel in den Jahren 1949 bis 1975

      • 288pages
      • 11 heures de lecture

      Wurden Kinder in Erziehungsheimen, Krankenhäusern und ähnlichen Institutionen bis in die 1970er Jahre als Versuchsobjekte für neue Arzneimittel missbraucht? Diese Frage beschäftigt Journalisten, Politiker und Wissenschaftler sowie Menschen, die in solchen Einrichtungen lebten. Insbesondere die v. Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel, ein bekanntes Zentrum der Epilepsiebehandlung, sieht sich mit dieser Thematik konfrontiert. Das Buch analysiert die Arzneimittelprüfungen in Bethel im rechtlichen, ethischen und institutionellen Kontext der damaligen Zeit. Es beleuchtet sowohl die Forschung in der evangelischen Anstalt als auch die Schicksale betroffener Minderjähriger. Die Ergebnisse tragen zur Institutionsgeschichte Bethels und zu den überregionalen Debatten über Arzneimittelprüfungen an Kindern und Jugendlichen nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Der Inhalt umfasst die Rahmenbedingungen der Arzneimittel- und medizinischen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1975, einschließlich der rechtlichen und ethischen Aspekte sowie der spezifischen sozialen Kontexte in Bethel. Zudem werden die Methodik und Ergebnisse von Arzneimittelprüfungen an Minderjährigen im Langzeitbereich der Stiftung Bethel detailliert dargestellt. Die Untersuchung umfasst verschiedene Arzneimittel, deren Wirkungen und die damit verbundenen Herausforderungen.

      Göttliche Krankheit, kirchliche Anstalt, weltliche Mittel
    • Die Duogynon-Affäre

      Staatliche Arzneimittelregulierung in der Bundesrepublik zwischen Öffentlichkeit, Recht und Medizin 1949-1981

      • 352pages
      • 13 heures de lecture

      Der Fall Duogynon war eine der bedeutenden Arzneimittel-Affären der Bundesrepublik und führte zu einem grundlegenden Wandel in der Arzneimittelregulierung. Das Hormonpräparat, das 1950 von Schering auf den Markt gebracht wurde, erlangte vor allem als Schwangerschaftstest Bekanntheit. Ende der 1960er Jahre entstand der Verdacht, dass das Mittel angeborene Fehlbildungen verursachen könnte, was zu Vergleichen mit dem Fall Contergan führte. Die darauf folgende Kontroverse hielt an, selbst nachdem Schering das Produkt 1981 vom Markt nahm. Die Kritik richtete sich auch gegen die staatlichen Aufsichtsbehörden, insbesondere das Bundesgesundheitsamt. Rückblickend zeigt sich, dass der Fall Duogynon Teil eines tiefgreifenden Wandels in der Arzneimittelregulierung der alten Bundesrepublik war. Niklas Lenhard-Schramm beleuchtet diesen Fall und untersucht die Rolle des Staates in diesem Wandel. Er verknüpft Perspektiven der Verwaltungs-, Medizin- und Mediengeschichte und zeigt auf, wie sich die Arzneimittelregulierung veränderte und in welchem Wechselverhältnis Medizin, Staat und Öffentlichkeit standen.

      Die Duogynon-Affäre