100 Jahre im Dienste der Kunst
Erinnerungsgabe der Kupferdruckerei O. Felsing
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Johann Conrad Friedrich Felsing (1766-1819) wurde 1796 Hofkupferstecher und eröffnete 1797 seine Kupferdruckerei, die schnell erfolgreich wurde. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählt der militärisch-topographische Plan von Mainz (1816) sowie zahlreiche Porträts in Punktiermanier. Nach seinem Tod 1819 übernahm sein Sohn Johann Heinrich den Betrieb und bildete sich in Paris weiter. Er knüpfte erfolgreiche Kontakte zu großen Kunsthandlungen in Deutschland, was das Geschäft florieren ließ. Viele bekannte Künstler beauftragten seine Firma mit dem Druck ihrer Stiche. Die Druckerei, die er vom Vater geerbt hatte, wurde zu einer anerkannten Kunst- und Industrieanstalt in Deutschland, Italien und Frankreich. Angesichts der Konkurrenz durch die aufkommende Fotografie erlernte er die galvanoplastische Vervielfältigung und führte diese Technik in seiner Firma ein. 1875 gründeten seine Söhne Otto und Friedrich eine neue Firma in Berlin-Charlottenburg, während die Darmstädter Druckerei aufgegeben wurde. Ab 1881 leitete Wilhelm Felsing die Berliner Druckerei und spezialisierte sich auf Tiefdruckverfahren, während die reproduzierende Grafik in den Hintergrund trat. Viele namhafte Künstler, darunter Lovis Corinth und Käthe Kollwitz, ließen bei Felsing drucken. Der Band ist mit 150 S/W-Abbildungen illustriert und ist ein Nachdruck der historischen Originalausgabe von 1897.
