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Alexander Schindler

    Multiperspektivisches Erzählen im zeitgenössischen englischsprachigen Kriminalroman
    • 2020

      Die Kriminalliteratur hat sich in den letzten Jahrzehnten als populäres Genre etabliert und wird zunehmend literatur- und kulturwissenschaftlich untersucht. Trotz zahlreicher Studien wurde der spezifischen Erzählverfahren, insbesondere der Multiperspektivität, wenig Beachtung geschenkt. Diese Arbeit untersucht erstmals den zeitgenössischen britischen und amerikanischen Kriminalroman in Bezug auf mehrperspektivische Darstellungsverfahren. Das Konzept wird mit fünf relevanten theoretischen Modellen verknüpft: Spannungserzeugung, literarische Possible Worlds Theory, narrative Autorität sowie unzuverlässiges Erzählen und unzuverlässige Fokalisierung. Die Analyse basiert auf zwanzig Primärwerken der letzten dreißig Jahre aus verschiedenen Subgenres, darunter der forensische, historische und feministische Kriminalroman sowie der klassische Rätselkrimi und die Serial Killer Novel. Die Studie zielt darauf ab, das Bewusstsein für Multiperspektivität in der Literaturwissenschaft zu schärfen und zu einem vielseitigeren Verständnis des englischsprachigen Gegenwartskrimis beizutragen. Sie umfasst eine Einführung in den Forschungsstand, theoretische Grundlagen zur Analyse multiperspektivischen Erzählens und detaillierte Textanalysen, die verschiedene Aspekte der Multiperspektivität beleuchten und deren Einfluss auf Spannung, Autorität und narrative Zuverlässigkeit untersuchen.

      Multiperspektivisches Erzählen im zeitgenössischen englischsprachigen Kriminalroman