Gesellschaftsvertragliche Gestaltungen zur Auflösung von Pattsituationen in der Gesellschafterversam
Zugleich eine kritische Betrachtung sogenannter Shoot Out-Klauseln.
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Die Struktur paritätischer Gesellschaften ist anfällig für Pattsituationen in der Gesellschafterversammlung. Diese Arbeit bewertet die Instrumente zur Auflösung solcher Pattsituationen, insbesondere die Shoot Out-Klauseln. Ein zweistufiger Mechanismus wird empfohlen, um den Gesellschaftern eine angemessene Reaktion unabhängig von der Ursache und Intensität des Konflikts zu ermöglichen. Das Risiko einer Pattsituation ist inherent in der Beteiligungsstruktur, da die Gesellschafter sich einem Einstimmigkeitszwang unterwerfen, was nicht per se negativ ist. Eine auflösungsbedürftige Pattsituation entsteht jedoch erst, wenn der Konflikt im konflikttheoretischen Sinne betrachtet wird. Die Arbeit untersucht verschiedene gesellschaftsvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Auflösung von Pattsituationen, wobei der Schwerpunkt auf der dogmatischen Bewertung der Shoot Out-Klauseln liegt. Der empfohlene Mechanismus ermöglicht es den Gesellschaftern, angemessen zu reagieren, ohne sich von der Konfliktursache leiten zu lassen. Die Gliederung umfasst die Definition und Ursachen von Pattsituationen, die Notwendigkeit gesellschaftsvertraglicher Regelungen, Präventivmaßnahmen, Gestaltungsmöglichkeiten mit und ohne Veränderung der Gesellschafterstruktur, sowie Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen zur Gestaltung eines mehrstufigen Mechanismus.
