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Thomas Buomberger

    1 janvier 1952
    Thomas Buomberger
    Neujahrsblatt - 315/1985: Kooperation statt Konfrontation
    Hier und Jetzt: Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990
    Raubkunst - Kunstraub
    • Raubkunst - Kunstraub

      • 496pages
      • 18 heures de lecture

      Auch die Schweiz war während des Zweiten Weltkriegs ein bedeutender Umschlagplatz für gestohlene Kulturgüter, welche die Nazis in den besetzten Ländern geraubt hatten. Käufer waren Kunsthändler und Privatpersonen. Aufgrund eines Spezialbeschlusses, den der Bundesrat auf Druck der Alliierten erlassen hatte, mussten nach dem Krieg über 70 Bilder aus Schweizer Besitz den Bestohlenen zurückgegeben werden. Doch diese Fälle waren nur ein Teil eines grösseren Komplexes. Dieser wurde damals entweder nicht untersucht oder man gelangte, wo Untersuchungen angestrengt wurden, zu keinem Ergebnis. Niemand, der an Geschäften mit Kulturgütern dubioser Provenienz beteiligt war, wurde strafrechtlich belangt. Zudem gab es meist keine bestohlenen Opfer, die auf Rückgabe ihrer Kunstwerke klagten. Die vorliegende Studie untersucht zum ersten Mal umfassend das Geschäft mit illegal erworbener Kunst in der Schweiz zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Anhand vieler Einzelschicksale und exemplarischer Fälle erstellt sie ein Mosaik dieser Aktivitäten. Sie zeigt den Mechanismus dieses Handels auf, schildert die Akteure und fragt auch nach der Verantwortung der Behörden.

      Raubkunst - Kunstraub
    • Der Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA prägte die Weltpolitik während fast eines halben Jahrhunderts. In der neutralen Schweiz, die fest auf der Seite des Westens stand, war dieser Krieg kälter als anderswo. Der Feind, der mit Atombomben drohte und die Schweiz kommunistisch zu unterwandern suchte, sass in Moskau. Die Folgen dieser Imagination waren: ein rabiater Antikommunismus, ein ausgreifender Staatsschutz, die allumfassende Vorbereitung auf einen Atomkrieg und die Entwicklung eigener Atomwaffen. Kaum ein anderes Land lebte den Kalten Krieg so intensiv wie die Schweiz. Thomas Buombergers Studie schildert erstmals, wie sich der Konflikt der Supermächte auf die Schweizer Politik und Gesellschaft auswirkte. Seine Mentalitätsgeschichte lässt die Stimmung der Zeit anhand vieler Beispiele aufleben und zeigt, wieso sich die Schweiz während Jahrzehnten in einem Zustand der Paranoia befand.

      Hier und Jetzt: Die Schweiz im Kalten Krieg 1945-1990