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Ferdinand Sutterlüty

    Gewaltkarrieren
    Gewaltmassen
    Widerstehen
    Verdeckter Widerstand in demokratischen Gesellschaften
    In Sippenhaft
    • In Sippenhaft

      Negative Klassifikationen in ethnischen Konflikten

      Ferdinand Sutterlüty führt mitten in die Probleme des Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer Gruppen in Deutschland. Am Beispiel von zwei ehemaligen Arbeitervierteln zeigt er die vielfältigen Muster »negativer Klassifikationen« auf, mit denen Einheimische und Türkischstämmige ihre wechselseitige Geringschätzung ausdrücken. Beide Seiten sind noch immer von einem sippenhaften Denken durchdrungen. Die türkischen Bewohner stellt dies vor hohe Integrationshürden, da ihnen häufig die Berechtigung zu wirtschaftlicher Teilhabe, politischer Beteiligung und sozialer Zugehörigkeit abgesprochen wird. Erkennbar wird zudem ein seltsames Paradox: Die Migranten, die zu den besten Aspiranten auf Integration zählen, sind bevorzugt Ziel von Stigmatisierung, bedrohen sie doch vermeintlich am stärksten den Status der Einheimischen.

      In Sippenhaft
      5,0
    • Widerstehen

      Versuche eines richtigen Lebens im falschen

      Welche Schlussfolgerungen für ihr Handeln ziehen Menschen aus der Diagnose, dass sie in einer von Ungerechtigkeit und Ignoranz geprägten Gesellschaft leben? Der Soziologe Ferdinand Sutterlüty zeigt, dass diese keineswegs resignativ-angepasst oder politisch-revolutionär ausfallen müssen-sondern auch darin bestehen können, den Anspruch auf moralische Richtigkeit auf verschiedene Weise im Alltag wirksam werden zu lassen. Der Autor ist an unterschiedliche Orte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gereist und hat sich mit Menschen getroffen, die sich in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit mit viel Einsatz kleineren oder größeren Ungerechtigkeiten entgegenstemmen. Die Gespräche mit ihnen machen deutlich, wie die Menschen sehr individuell und vielfältig dem Druck zur Konformität in ihrem Lebensalltag und ihrem beruflichen Umfeld widerstehen. Exemplarisch verdeutlichen sie, wie Mut, Beharrlichkeit und der Wille zur Veränderung konkrete Gestalt annehmen können-sei es als Seenotretter, Forstbeamtin, Reinigungskraft, Lehrer oder Landwirtin. Ob im Aufbau gewerkschaftlicher Strukturen, im Engagement gegen Diskriminierung oder im Versuch, ein Leben im bewussten Einklang mit der ökologischen und sozialen Umwelt zu führen: Die Porträts veranschaulichen, dass individuelle Entscheidungen einen Unterschied machen und Spielräume für Widerstand gegen ungerechte gesellschaftliche Zustände bestehen.

      Widerstehen
    • Gewaltmassen

      Über Eigendynamik und Selbstorganisation kollektiver Gewalt

      • 350pages
      • 13 heures de lecture

      Gewalt wird in weiten Teilen der Welt verurteilt, und doch ist sie omnipräsent. Männer und Frauen sind besonders als Teil einer Gruppe oder Menschenmenge dazu bereit, Gewalt auszuüben, die sie zuvor als illegitim und unvereinbar mit ihrem Selbstverständnis wahrgenommen haben. Während die Erforschung von kollektiver Gewalt insgesamt organisatorische Erklärungen privilegiert, widmet sich dieses Buch Prozessen spontaner, ungeplanter Ordnungsbildung. Anhand zahlreicher empirischer Beispiele werden die Mechanismen, die Prozesse und die (Rück-)Wirkungen verschiedener Verlaufsformen von nicht-organisierter kollektiver Gewalt untersucht, deren Kenntnis für jedwede Intervention notwendig ist.

      Gewaltmassen
    • Gewaltkarrieren

      Jugendliche im Kreislauf von Gewalt und Missachtung

      • 384pages
      • 14 heures de lecture

      Die "ausgezeichnete und gut lesbare Arbeit ... treibt nicht nur den wissenschaftlichen Klärungsprozess voran, sondern korrigiert auch verbreitete Deutungsmuster im öffentlichen Diskurs über Gewalt." (Das Parlament) Ferdinand Sutterlüty, geb. 1962, studierte Katholische Theologie an der Universität Innsbruck, danach Soziologie an der Universität Konstanz und der Freien Universität Berlin. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Sozialforschung

      Gewaltkarrieren