Das Lehrwerk Heilerziehungspflege orientiert sich an modernen Lehrplänen und bietet umfassende Materialien für die Ausbildung in der Heilerziehungspflege. Es umfasst zwei Bände, die grundlegende Themen und spezielle Lebenslagen behandeln, sowie ein Kompendium mit über 2000 Fachbegriffen. Eine Begleit-CD-ROM und ein Arbeitsbuch unterstützen den Unterricht und das selbstständige Lernen.
Band 1 behandelt die Handlungsfelder 1, 2, 3 und 7, die die Entwicklung eines professionellen Selbstkonzepts, die Gestaltung von Kommunikationsprozessen und die Unterstützung in verschiedenen Lebensphasen umfassen. Es bietet Beispiele und Reflexionsimpulse und betont Partizipation, Diversität und die Verhinderung von Diskriminierung.
Menschen mit Behinderungen leben nach wie vor in einer Umwelt, die nicht ausreichend auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Im wissenschaftlichen Diskurs wird ihre Perspektive häufig ausgeblendet, an der ethischen Urteilsbindung in der Gesellschaft werden sie zu wenig beteiligt. Wie aber kann eine Ethik aussehen, die Differenz anerkennt und gleichzeitig die Verletzlichkeit des Menschen berücksichtigt? Diese Frage wird anhand unterschiedlicher Themen diskutiert: der Definition von Behinderung, der Idee der Fürsorgeethik, der Pränataldiagnostik, der Sterbehilfe, der Frage nach einem „Recht auf Verschiedenheit“ und weiterer Aspekte. Mit Beiträgen unter anderem von Johann S. Ach, Adrienne Asch, Klaus Dörner, Eva Feder Kittay, Jürgen Link, Elisabeth List, Dietmar Mieth und Gerhard Wolff sowie der von Bundespräsident Johannes Rau gehaltenen Eröffnungsrede der Tagung „Differenz anerkennen - Ethik und Behinderung, ein Perspektivenwechsel“, die von den Herausgebern dieses Bandes vorbereitet wurde.