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Andréa Belliger

    Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch. 2. Auflage
    Essays zur digitalen Transformation
    Hacking Digital Ethics
    • Hacking Digital Ethics

      • 282pages
      • 10 heures de lecture

      Focusing on the flaws in current digital ethics, this book presents an innovative approach by creating an "exploit kit" grounded in advanced social theory. It identifies vulnerabilities and shortcomings in existing frameworks, highlighting their inadequacies. Rather than merely critiquing these systems, it offers a reimagined version of digital ethics designed to effectively tackle the challenges posed by the global network society, thus aiming for a more robust and relevant ethical framework.

      Hacking Digital Ethics
    • Die Entwicklung der Ritualforschung zeigt, dass moderne Theorien über Rituale kaum noch mit Religion in Verbindung stehen. Während der Begriff 'Religion' weiterhin verwendet wird, werden spezifische Riten und Rituale nicht mehr ausschließlich als religiöse Phänomene betrachtet. Ursprünglich bedeutete 'Ritual' 'Gottesdienst' oder die dazugehörigen Anweisungen, doch seit der Jahrhundertwende wird der Begriff auf symbolische Handlungen im Allgemeinen angewendet. Diese Wende ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die Einführung von Soziologie und Psychologie im 19. Jahrhundert, ethnologische und anthropologische Erkenntnisse über sogenannte 'primitive' Völker sowie die Anwendung geisteswissenschaftlicher Theorien auf die Antike. Dies führte zu einem Verständnis von Ritualen als allgemein menschlichen Phänomenen, die in nahezu allen kulturellen Bereichen vorkommen. Trotz dieser Erweiterung des Ritualbegriffs wurden viele Theorien bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts von Vorstellungen geprägt, die nun in Frage gestellt werden. Insbesondere die Idee, dass Rituale die Ausführungen sozialer oder psychologischer 'Texte' sind, wird kritisch betrachtet.

      Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch. 2. Auflage