Périple autour de ma chambre
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Exploring the often-overlooked cultures of Eastern Europe, this book offers a rich tapestry of history and human experience shaped by political upheaval. Cultural historian Karl-Markus Gauß embarks on a thirteen-station journey through lesser-known towns, revealing the stories of forgotten humanists and the unique contributions of these communities. By focusing on peripheral locations rather than major capitals, Gauß uncovers a hybrid cultural history that highlights the complexities of European identity before, during, and after the twentieth century's divisions.
»Lesen gefährdet die Dummheit.« Peter Pisa in ›Kurier‹ In der Steiermark wird Glück als Schulfach eingeführt, in Zeiten der Finanzkrise wird tonnenweise Geld verbrannt, das bereits vorher nicht existiert hat; Lieblinge der Medien und Günstlinge der Politik halten ihren Vorteil für die einzige Wahrheit, der sie sich verpflichtet fühlen. Polemisch, geistreich und witzig weist Karl-Markus Gauß auf die großen und kleinen Ungereimtheiten in unserem Alltag hin und zeigt, wie man sich diesen Anfechtungen entgegenstellen kann.
Karl-Markus Gauß verfasst Texte wider den Zeitgeist, die überzeugend darzulegen vermögen, dass der Antisemitismus von jeher eines anstrebt: eine Welt ohne Juden. Sein neuer Essayband vereint nuancenreiche Porträts wenig bekannter Gestalten der jüdischen Geistesgeschichte in Österreich, Polen, Litauen, Triest mit "ungeordneten Aufzeichnungen", in deren Zentrum der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und sein Fortdauern stehen. Eine Attacke auf intellektuelle Selbstzufriedenheit und schuldhafte Unwissenheit, eine umfassende und fundierte Kritik an der Geschichtsverleugnung vermeintlich kritischer Geister. Und nicht zuletzt ein leidenschaftliches Plädoyer, die Traditionen der Aufklärung nicht leichtfertig als Erbe der weißen Vorherrschaft über die Welt abzutun, sondern ihren universalen Wert zu erkennen.
»Ein Weltbetrachtungsmosaik.« Süddeutsche Zeitung Karl-Markus Gauß schreibt vom Irakkrieg und von den Illusionen seiner aus der Wojwodina nach Amerika ausgewanderten Verwandten, er berichtet von Spermabanken und forscht seinem Vater nach. Gauß verbindet Ereignisse, die auf der großen Bühne der Politik und der Gesellschaft stattfinden, mit privaten Ereignissen und Überlegungen und verknüpft die Literatur mit dem Alltag. So bringt er das scheinbar Entlegene und das vermeintlich ganz Nahe auf verblüffende Weise zusammen.
Ein Jahresbuch
Noch nie hat Karl-Markus Gauß die Vielfalt seiner Themen so leichthändig ausgebreitet wie in diesem hochaktuellen Buch: österreichische Wahlkämpfe, deutsches Theater, transatlantische Verwerfungen oder ein kroatischer Fluss, der eines Tages in die andere Richtung zu fließen beginnt, die mythische Gestalt des eigenen Großvaters oder der greise Nobelpreisträger, dem das Zollpostamt Salzburg die Herausgabe seiner Bücher verweigert. „Von nah, von fern“ ist die ungewöhnliche Chronik eines Jahres und eine europäische Kulturgeschichte.
Die Vielfalt Europas entdecken Karl-Markus Gauß ist wieder auf Reisen gegangen und führt uns in kaum bekannte Gegenden: Er entdeckt die Gagausen in Moldawien, folgt den Spuren seiner Vorfahren in der serbischen Wojwodina, ist beeindruckt von dem kroatischen Rapper, der Texte des Philosophen Wittgenstein vertont. Gauß vereint Reportage, Kulturgeschichte, Anekdoten und Autobiografisches zu ganz besonderen Reiseerzählungen, die so kein anderer zu schreiben vermag.
»Eine virtuose Spurensuche.« NZZ In der »ersten atheistischen Stadt« Litauens, in einer Bergbaustadt in der Slowakei, in einer Containersiedlung in der Ukraine: Von der Ostsee bis ans Schwarze Meer ist Karl-Markus Gauß, der literarische Kartograph des unbekannten Europa, gereist, auf der Suche nach den versprengten Deutschen.
Von August 2000 bis Juli 2001 hat Karl-Markus Gauß ein Jahresbuch geschrieben, das Logbuch eines Mitteleuropäers, das Melancholie und Polemik, Erzählung und Reflexion, Erinnerung und Entwurf verbindet. Auf Porträts verstorbener Freunde und Essays zu Schriftstellern wie Karl Kraus und Sándor Márai folgen Attacken gegen den Konformismus und die Zwänge der Unterhaltungsindustrie. Gauß erzählt von randständigen Persönlichkeiten, Lebenshaltungen, Regionen. Gauß' Buch, das so viele Tonlagen wie Themen hat, ist ein beeindruckendes Dokument geistiger Unabhängigkeit.