Zweifel wird in der Theologie oft vernachlässigt, obwohl er eine zentrale Rolle im Glaubensleben spielt. Veronika Hoffmann untersucht diesen Aspekt in ihrer Studie, indem sie Zweifel in theologischen Debatten, spirituellen Herausforderungen und biblischen Figuren analysiert. Sie hinterfragt die historische Wahrnehmung von Zweifel als Bedrohung und beleuchtet dessen heutige Akzeptanz als Teil des Glaubens. Zudem diskutiert das Buch, ob Zweifel als Produkt der Neuzeit zu verstehen ist und welche Bedeutung er für religiöse Toleranz und persönliche Identität hat.
Veronika Hoffmann Livres



Wirklich?
Konzeptionen der Wirklichkeit und der Wirklichkeit Gottes
Was meinen wir, wenn wir sagen, dass etwas "ist" oder "existiert"? Und in welchem Sinn lasst sich von Gott sagen, dass er "sei", "existiere" oder "wirklich sei"? Die Frage nach der Wirklichkeit Gottes wird in der aktuellen Debatte tendenziell verdeckt durch die in der Nahe liegende, aber doch auch mit ihr nicht identische Frage nach der erkenntnistheoretischen Zuganglichkeit der Wirklichkeit Gottes. Beitrage aus verschiedenen Fachern und theoretischen Zugangen innerhalb der Theologie und der Philosophie leuchten dieses Forschungsfeld aus und machen es unter anderem fruchtbar fur die aktuelle Diskussion um das Gott-Welt-Verhaltnis, fur die die Frage nach dem Wirklichkeitsverstandnis von erheblicher Bedeutung ist.
Quaestiones Disputatae - 291: Die gegenwärtige Krise Europas
Theologische Antwortversuche
- 295pages
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Die europäischen Gesellschaften durchlaufen derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der die europäische Integration selbst in Frage stellt. Bereits die Debatten um die „Seele Europas“, eine europäische Verfassung, um die mögliche Aufnahme der Türkei und die Stellung des Islam in Europa haben deutlich gemacht, dass die kulturelle und (zivil-)religiöse Dimension an Bedeutung gewinnen. In den aktuellen Diskussionen um eine „Neugründung Europas“ gilt dies erst recht. Es geht um die Grundlagen von Solidarität und Zusammenhalt, um das friedliche Zusammenleben in einer postsäkularen Gesellschaft, um das Verständnis öffentlicher Vernunft. Band 291 der reihe Quaestiones disputatae stellt sich den damit verbundenen Herausforderungen, um eine theologische Antwort auf die Krise Europas zu erarbeiten. Religionen können nicht nur zur Lösung der Konflikte unserer Tage beitragen, vielmehr sind sie auch Teil der Transformationskrisen, die Europa und die Welt erfasst haben. So löst die religiöse Pluralisierung Spannungen innerhalb der europäischen Gesellschaften aus. Die massive Zuwanderung von Muslimen nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingskrise verändert eben diese Gesellschaften. Die christlichen Kirchen spielen in Europa hierbei recht unterschiedliche Rollen. Einerseits leisten sie einen beachtlichen Beitrag zur Aufnahme und Integration der Fremden. Andererseits verbünden sie sich – wohl aus Angst um die jeweils nationale und europäische Identität – mit den rechtspopulistischen bzw. identitären Bewegungen. Die gesellschaftlichen Spaltungen durchziehen auch die christlichen Kirchen. Teilweise versuchen sie der Polarisierung durch Stärkung der integrativen Potentiale entgegenzuwirken, teilweise tragen sie aber auch zur politischen Beunruhigung, die allenthalben wahrgenommen werden kann, bei. Angesichts der religiösen Pluralisierung, der gesellschaftlichen Polarisierung und politischen Desintegration ist es Zeit für eine theologische Selbstverständigung. Theologie darf nicht abseits der soziologischen, politischen und philosophischen Diskussionen, die unsere Zeit prägen, stehen. Welche Rolle aber kann Theologie, konkret katholische Theologie in dieser Gemengelage spielen? Mit Beiträgen von Martin Kirschner, Piotr Kubasiak, Maureen Junker-Kenny, Patrick Becker, Jürgen Manemann, Karlheinz Ruhstorfer, Markus Riedenauer, Johannes Grössl, Christiane Nagel, Moritz Rudolph, Hilary A. Mooney, Veronika Hoffmann