In ungeraden autobiographischen Dekaden und anhand gesellschaftlicher Tendenzen werden sowohl die nachwirkende Befangenheit in kolonialem Denken wie auch Schritte in Richtung einer postkolonialen Besinnung thematisiert. Entsprechend der auf Afrika bezogenen Erfahrungen und Interessen des Autors, der abgesehen von einer Ausnahme Afrika selbst nicht bereist hat, liegt der Schwerpunkt dabei auf der Kritik der Mission und auf der Entwicklung ihres Verständnisses sowie auf Beispielen afrikanischer Befreiungstheologien, Ansätzen einer postkolonialen Theologie und dem interreligiösen Dialog. Problematisiert werden gleichzeitig die Kolonialgeschichte und Lebensweise Europas, besonders Deutschlands. Die in Rekursen exemplarisch zur Sprache gebrachten afrikanischen Stimmen und Kurzbiographien geben zu denken.
Josef Senft Ordre des livres






- 2022
- 2013
Die lateinamerikanische Theologie der Befreiung setzt sich intensiv mit der Option für die Armen auseinander und will ihnen im Kampf gegen Ungerechtigkeit Gehör verschaffen. Der Aufsatz untersucht die Bedeutung dieser theologischen Strömung im Kontext des neuen Papstes Franziskus, der durch seinen Namen und Lebensstil diese Option verkörpert. Es wird die Frage aufgeworfen, inwiefern sein Reformwille tatsächlich umgesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf die Kirche und die Gesellschaft haben könnte.
- 2012
Adultum - Zeitalter erwachsen werdender Weltbürger,
die nach der Moderne an den Grenzen des Wachstums und angesichts ökonomisch-ökologischer Krisen Verantwortung für heutige und zukünftige Generationen übernehmen müssen.
In der Analyse wird die Notwendigkeit betont, in einer erwachsenen Demokratie Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, trotz der Herausforderungen und Entmutigungsfaktoren des Status quo. Der Autor argumentiert, dass die gegenwärtige Zeit, die von postfundamentalistischen Ansätzen geprägt ist, ein neues politisches Narrativ erfordert, in dem jeder Einzelne Mitverantwortung für gesellschaftliche Entscheidungen trägt. Diese Perspektive eröffnet Chancen für ein positives Zusammenleben und fordert die Menschen auf, aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken.
- 2012
Subsidiarität - die Leitidee für den Aufbau eines demokratischen Europas seit Maastricht?
Anfragen und Anhaltspunkte aus der Sicht christlicher Sozialethik
Das Buch behandelt das Subsidiaritätsprinzip, das seit dem Maastricht-Vertrag 1992 verstärkt in den Medien diskutiert wird. Es beleuchtet die Wurzeln dieses Prinzips in der katholischen Soziallehre und dessen Bedeutung für die Interessen kleinerer gesellschaftlicher Einheiten. Der wissenschaftliche Aufsatz analysiert die praktischen Implikationen und Herausforderungen des Subsidiaritätsprinzips in der modernen Gesellschaft und bietet eine fundierte Betrachtung seiner Relevanz für die Theologie und die praktische Anwendung in sozialen Kontexten.
- 2012
Subsidiarität - Prinzip zur Bewältigung von Krisen?
Ein Orientierungsversuch im Rahmen katholischer Sozialethik
Der Aufsatz untersucht die Rolle der Solidarität als gesellschaftlicher Steuerungstypus in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen. Er beleuchtet, wie Selbsthilfegruppen und soziale Bewegungen zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen können. Dabei wird das Prinzip der Subsidiarität als Hilfe zur Selbsthilfe neu interpretiert und diskutiert, wann es sinnvoll ist, staatliche und marktwirtschaftliche Steuerungsinstrumente durch solidarische Ansätze zu ergänzen oder zu ersetzen. Die Analyse führt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Relevanz des Subsidiaritätsprinzips in der katholischen Sozialethik.
- 2012
Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit
Die menschenrechtliche Trias aus der Sicht christlicher Sozialethik
Die Trias "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" spielt eine zentrale Rolle in der Diskussion über Menschenrechte, insbesondere im Kontext der christlichen Kirchen seit dem Ökumenischen Rat der Kirchen und dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Der Aufsatz untersucht die ökumenisch/katholische Rezeption der Menschenrechte, die sich durch eine umfassende Perspektive auszeichnet. Dabei wird betont, dass nicht nur individuelle Aspekte, sondern auch soziale, ökonomische und ökologische Bedingungen in den Fokus genommen werden, um ein ganzheitliches Verständnis der Menschenrechte zu fördern.