In „DIE FAHNE“ reflektiert die Journalistin Marcela über den Diebstahl der Fahne der 33 Orientalen durch Anarchisten in Montevideo 1969. Ihre Recherche enthüllt die tiefere Bedeutung dieser Tat als Demütigung der Autoritäten und führt sie auf eine spannende Reise durch die Geschichte Uruguays und Argentiniens. Ein fesselnder Roman über Geschichte und Identität.
L. Hayuco Livres


Im März 2020 entdeckten argentinische und internationale Medien eine Liste, die die argentinische Regierung in den frühen vierziger Jahren anlegte. Diese enthielt die Namen von rund 12.000 Personen, die das NS-Regime in Deutschland unterstützten, sowie deren Konten in der Schweiz, insbesondere bei der heutigen Credit Suisse. Die geschätzten Geldanlagen hatten einen heutigen Wert von bis zu vierzig Milliarden US-Dollar. Der Fund wurde als Beweis für das frühzeitige System der Umleitung von Vermögenswerten über Argentinien in die Schweiz gewertet und zeigte die enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen dem Dritten Reich und Argentinien. Eine der bedeutendsten deutschen Firmen in Argentinien war die „Banco Alemán Transatlántico“, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Zwei Jahre nach der Entdeckung der Liste begibt sich ein argentinischer Historiker auf die Spur der Geschäfte der „Banco Alemán Transatlántico“ in Uruguay, unterstützt von einer uruguayischen Journalistin und einem deutschen Wirtschaftsjournalisten. Obwohl ihre Nachforschungen zunächst wenig Erfolg bringen, bemerken sie bald, dass sie misstrauisch beobachtet werden. Sie erfahren, dass die Verwicklung des NS-Regimes mit der uruguayischen Politik und Wirtschaft auch heute noch ein heikles Thema ist, da einige der einflussreichsten Familien des Landes davon profitiert haben. Der Roman beleuchtet diese weitgehend verdrängte Geschichte und den Nutzen, den manche i