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Seog yeong Hwang

    Die Lotosblüte
    Die Geschichte des Herrn Han
    The Old Garden
    • The Old Garden

      • 544pages
      • 20 heures de lecture

      The book, translated into English in 2009, offers a rich narrative that delves into its characters' intricate lives and the cultural backdrop that shapes their experiences. It explores profound themes of identity, belonging, and the human condition, making it a compelling read for those interested in nuanced storytelling. The translation captures the original's essence while making it accessible to a wider audience, ensuring that the depth of the narrative resonates with readers from diverse backgrounds.

      The Old Garden
      3,8
    • Die ergreifende Chronik eines nordkoreanischen Arztes, der am Krieg und an den Folgen der Teilung von Land und Volk zerbricht. Im Jahr 1968 stirbt ein alter Mann in einem heruntergekommenen Mehrfamilienhaus in Seoul, und die Nachbarn streiten sich um das frei gewordene Zimmer. Wer war dieser Herr Han? Han Yongdok, Professor für Gynäkologie in Pjöngjang, entgeht während des Koreakriegs der Mobilisierung, was ihn beunruhigt, da er ahnt, nicht auf Parteilinie zu sein. Stattdessen wird er einer Sonderstation des Krankenhauses zugeteilt, hält sich jedoch nicht an die Vorschriften und behandelt auch Patienten aus dem Volk. Als er dabei erwischt wird, wird er zum Tode verurteilt. Durch ein Wunder überlebt er die Erschießung und flieht nach Südkorea. Dort hofft er, Frau und Kinder nachholen zu können, doch die politischen Verhältnisse lassen dies nicht zu. In Seoul findet er seine Schwester, die kaum etwas zum Leben hat. Vergeblich auf Arbeitssuche, eröffnet er illegal eine gynäkologische Praxis. Doch als er den selbsternannten Kollegen lästig wird, denunzieren sie ihn als nordkoreanischen Spitzel. Er landet in den Folterkellern des Geheimdienstes, während sich nur seine Schwester und ein alter Freund für seine Unschuld einsetzen. Nach Jahren wird er freigelassen, doch sein Leben ist für immer ruiniert.

      Die Geschichte des Herrn Han
      3,6
    • Denkt man an ein märchenhaftes Schicksal, so kommt man nicht sofort auf Kurtisanen und Frauenhandel, doch es ist tatsächlich ein alter koreanischer Mythos, der diesem Meisterwerk zugrunde liegt. Darin entführt Hwang Sok-Yong den Leser in das Asien des 19. Jahrhunderts, in eine Welt des Opiumhandels und der Prostitution: Von der Stiefmutter verkauft, findet sich die 15 Jahre alte Shim Chong plötzlich als Zweitfrau eines alten Chinesen wieder. Lenhwa, Lotosblüte, heißt sie jetzt, und alles ist so furchtbar anders, als sie es gewohnt ist. Viel zu essen hatte sie nie, und Betteln war ihr täglich Brot, denn sie diente ihrem blinden Vater als Augenpaar, doch der Alltag in dem fremden Haushalt kommt ihr erst recht vor wie ein böser Traum. Als ihr Ehemann stirbt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass dies für sie nur die erste Station einer Odyssee ist, die sie, als Handelsware missbraucht, von den Ufern des Gelben Flusses über Shanghai, Taiwan und Singapur bis in das Land der Geishas führen soll. Nach unzähligen sinnlichen wie schmerzvollen Erfahrungen entdeckt Shim Chong eines Tages die Macht ihres Körpers und nimmt ihr Leben in die eigenen Hände. Selten ist es einem asiatischen Autor gelungen, das historische Ostasien in all seinen bunten Facetten einzufangen. Hier taucht man ein in diese fremde Welt und nimmt Anteil am Schicksal Lenhwas: ein Roman mit enormer Tiefe, ungemein fesselnd und mit schwindelerregender Leichtigkeit erzählt.

      Die Lotosblüte
      3,1