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Farshid Feridony

    Der iranische Marxismus
    Transformationsprozesse in einer "islamischen Republik"
    • 2023

      Der iranische Marxismus

      Kritik der schwarz-roten Konterrevolution

      Die Studie untersucht das Versagen der kommunistischen Tudeh-Partei während der iranischen Revolution und ihre Unterstützung für Ayatollah Khomeini. Farshid Feridony analysiert die kulturgeschichtlichen Gründe für den Übertritt einer Partei, die sich der kritisch-revolutionären Theorie von Marx verpflichtet fühlte, zur islamistischen Konterrevolution. Dabei beleuchtet er die theoretischen Einflüsse, die den iranischen Marxismus prägten, und spannt einen Bogen von der Entwicklung des historisch-dialektischen Materialismus bis hin zu dessen Umdeutung durch Engels nach Marx’ Tod. Feridony zeigt, wie Engels die Bewegung der Materie im Hegelschen System über die Bewegung der Idee stellte, was zu einer apologetischen Rückbesinnung auf den bürgerlich-anschaulichen Materialismus führte. Während Marx das Proletariat als Subjekt der Geschichte betont, verfällt Engels in einen positivistischen Geschichtsdeterminismus. Feridony erläutert, wie die Tudeh-Partei unter dem Einfluss sowjetrussischer Ideologie den theoretischen Weg einschlug, der in die schwarz-rote Konterrevolution mündete. Er kritisiert, wie die Theoretiker der Tudeh-Partei ihren ideologischen Graben zum islamistischen Sozialdarwinismus nivellierten, um die politische Praxis der „Imam-Khomeini-Linie“ zu unterstützen. Dies führte zur Dezimierung des linken politischen Spektrums im Iran, wobei auch die Tudeh-Partei Opfer des islamistischen Terrors wurde.

      Der iranische Marxismus