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Elizabeth A. Wilson

    Psychosomatik
    • 2023

      Was können naturwissenschaftliche Theorien zum Verständnis der Verleiblichung in den Geistes- und Sozialwissenschaften beitragen? Besonders die neurowissenschaftliche Forschung fördert neue Theorien von Geist und Körper. Feministinnen kritisieren oft den biologischen Reduktionismus der Neurowissenschaften, doch Elizabeth A. Wilson zeigt, dass neurologische Theorien – insbesondere zu Depression, Sexualität und Gefühlen – für feministische Körpertheorien nützlich sind. Anstatt sich auf das Festschreiben des Althergebrachten zu verlassen, hebt Wilson das Potenzial der Neurowissenschaften zur Neuerfindung und Transformation hervor. Sie analysiert Nervenverbindungen, subkortikale Pfade und Reflexhandlungen und kommt zu dem Schluss, dass das zentrale und vegetative Nervensystem eng mit Sexualität, Affekten, Gemütszuständen und kognitiven Vorlieben sowie mit anderen Körpern verbunden ist, was in der feministischen Literatur bisher unzureichend behandelt wurde. Durch die Erörterung von Simon LeVays Hypothese über die Gehirne schwuler Männer, Peter Kramers Modell der Depression und Charles Darwins Herleitung des Zitterns und Errötens zeigt Wilson, wie die Neurowissenschaften zur Erneuerung feministischer Körpertheorien beitragen können.

      Psychosomatik