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Ulrike Moser

    Schwindsucht
    The Age of Uncertainty
    • The Age of Uncertainty

      • 351pages
      • 13 heures de lecture

      This epic history chronicles how a group of physicists dismantled the Newtonian universe in the early twentieth century. Pioneers like Marie Curie, Max Planck, Niels Bohr, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger, and Albert Einstein not only transformed physics but also redefined our understanding of reality. Tobias Hürter vividly portrays this golden age of physics, highlighting its brilliant yet flawed heroes and heroines against a backdrop of global turmoil. He expertly guides readers through the groundbreaking ideas that revolutionized our perception of the universe, ideas that remain only partially understood today despite their pervasive evidence. The physicists of this era were intellectual adventurers—some bonded by friendship, others by rivalry—navigating a landscape marked by both scientific discovery and societal upheaval. The advent of radioactivity, while advancing science, also precipitated the devastating events of Hiroshima and Nagasaki. Throughout, Hürter emphasizes the intricate relationship between scientific progress and world events, illustrating that our observations of the world invariably alter it.

      The Age of Uncertainty
      4,5
    • Schwindsucht

      Eine andere deutsche Gesellschaftsgeschichte

      Jedes Zeitalter hat seine Krankheit. Und keine Krankheit prägte das 19. und frühe 20. Jahrhundert so sehr wie die Tuberkulose, damals bekannt als Schwindsucht. Ulrike Moser wirft anhand des zeitgenössischen politischen, medizinischen und kulturellen Umgangs mit dem Lungenleiden, das Tausende dahinraffte, einen neuen Blick auf die deutsche Gesellschaftsgeschichte. Dabei rekonstruiert sie anschaulich, wie die Schwindsucht zunächst als schicksalhafte Krankheit der Genies, der Künstler und der Bohème verklärt wurde, deren Individualismus man damals wertzuschätzen begann. Sie lässt die dazu erschaffene Welt der Sanatorien wieder auferstehen und schildert ihren Niedergang, der mit der Massengesellschaft eintritt. So wird die Schwindsucht während der Industrialisierung zur Krankheit der zu Sauberkeit zu erziehenden »schmutzigen Proletarier« abgewertet. Angesichts der am Horizont stehenden Radikalisierung dieses Kampfes um den gesunden Volkskörper, der später im Nationalsozialismus zu Internierungslagern und Tötungen führte, kann Thomas Manns Schwindsucht-Roman »Der Zauberberg« als letzter Auftritt der morbiden Romantik des Einzelgängers und der Schwindsucht gelten.

      Schwindsucht
      4,0