Franz Schubert's Winterreise is at the same time one of the most powerful and one of the most enigmatic masterpieces in Western culture. In this book, the author - one of the work's finest interpreters - focusses on the context, resonance and personal significance of a work which is possibly the greatest landmark in the history of Lieder.
IAN BOSTRIDGE ÜBER GESANG, PERFORMANCE UND IDENTITÄT «Wenn man als Sänger auftritt, dann nimmt man eine Stimme an, aber bis zu welchem Grad ist diese Stimme Deine eigene? Oder die des Komponisten? Oder die des Dichters oder Librettisten? Und inwieweit bringt das Musikstück, das Du interpretierst, eine stille, manchmal unterschwellige Geschichte mit sich, die vielleicht Fragen aufwirft, welche im Konzertsaal selten gestellt werden können?» Ian Bostridge, dessen unvergleichlich schönes Buch über Schuberts «Winterreise» hierzulande mit über 30 000 verkauften Exemplaren zu einem Bestseller geworden ist, erkundet in seinen eleganten Essays die hochkomplexe Interaktion zwischen der Identität des aufführenden Künstlers und den Identitäten, die intentional in einem Kunstwerk zum Ausdruck gelangen oder doch darin verborgen eingelagert sind. Claudio Monteverdis Oper «Il combattimento di Tancredi e Clorinda», Robert Schumanns «Frauenliebe und Leben» und die «Chansons Madécasses» von Maurice Ravel bilden dabei Anschauungsmaterial, an dem sich sowohl die «ewigen» Fragen der Interpretationskunst wie auch aktuelle Herausforderungen, etwa das Problem der «kulturellen Aneignung», diskutieren lassen. Gender, Race und Tod in der Musik
Interpreten im Gespräch über Robert Schumann und die wunderbare Welt des Liedes
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Zum Schumann-Gedenkjahr 2010 wurden die Stimmen der wichtigsten Interpreten von Robert Schumanns bedeutendem Liedschaffen zusammengetragen. Sie äußern ihre Gedanken zu Schumanns Liedkomposition aus ihrer jeweiligen, individuellen Sicht und legen dar, warum sie persönlich immer wieder Schumann-Lieder in ihre Konzertprogramme aufnehmen. Aus der Vielzahl der Meinungen renommierter Sänger und Pianisten unserer Zeit entsteht damit nicht nur das vielfarbige Bild Schumanns als Liedkomponist, sondern auch eine Abbildung der Kunst des Liedgesanges am Beginn des 21. Jahrhunderts überhaupt. Die Autorin Sabine Näher übernimmt hierbei das Konzept ihres 1996 erschienenen, beim Publikum wie in Fachkreisen hochgeschätzten Bandes „Das Schubert-Lied und seine Interpreten“.