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Hermann Gätje

    Europadiskurse in der Gegenwartsliteratur des vergangenen Jahrzehnts
    Denkstile und Paradigmen im literarischen Wandel
    "Durch einen Flözarm von Wörtern"
    "Vor Verdun verlor ich Gott"
    "Die Grenze war fern"
    Norbert Jacques. Mit Lust gelebt am Bodensee
    • 2023

      Die Studie diskutiert die Übertragbarkeit der aus der Wissenschaftsgeschichte stammenden Theoriemodelle des Denkstils (Ludwik Fleck) und des Paradigmas (Thomas S. Kuhn) auf den literarischen Wandel. Anhand exemplarischer Untersuchungen, die Gegenstände der Neueren deutschen Literatur vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart behandeln, werden Linien literarischer Entwicklungsprozesse aufgezeigt, die Strukturen des Zusammenwirkens von kollektiven Denk- und Schreibmustern einerseits sowie Innovation und Individualität andererseits erkennen lassen. Gattungs- und Epochenbegriffe, Autorinnen und Autoren, Texte wie deren Genese und Rezeption werden in den einzelnen Kapiteln im Hinblick auf Wandel und Konstanz im literarischen Feld betrachtet, um idealtypisch signifikante Elemente in der Literaturgeschichte zu konzeptualisieren.

      Denkstile und Paradigmen im literarischen Wandel
    • 2023

      Im Vorfeld wie in der Folge des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 entstand auf deutscher wie auf französischer Seite ein polyphoner Chor lyrischer, erzählerischer und dramatischer Stimmen, die den politischen Konflikt, die patriotischen und nationalistischen Diskurse, die Kampfhandlungen und ihren Verlauf, die ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Krieges und nicht zuletzt seine Folgen im Hinblick auf das Leben des einzelnen Menschen wie die Gesellschaft thematisieren. Der Band beleuchtet Darstellungsformen, Repräsentation und Inszenierung von Krieg und Kriegserlebnis. Literarische Zeugnisse werden im Hinblick auf die Entwicklung der Unterhaltungs- und Trivialliteratur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelesen. Voraussetzungen und Bedingungen, die der Krieg für spätere Tendenzen, wie Naturalismus, Expressionismus oder Heimatkunstbewegung, gegeben hat, werden untersucht.

      1870/71 - Literatur und Krieg
    • 2019
    • 2018

      Der im saarländischen Merzig geborene Gustav Regler (1898-1963) zählt zu den interessanten, aber dennoch vergessenen Schriftstellern der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Werke reflektieren die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, seine Rolle im Saarkampf, seine Zeit als Kommissar der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, die Jahre des Exils in Frankreich und in Mexiko und schließlich die Anfänge einer europäischen Nachkriegsordnung im Schatten des Kalten Krieges. Aber nicht nur als Zeuge der epochalen Umstürze des 20. Jahrhunderts ist Regler ein bemerkenswerter Autor. Im Spannungsfeld von Realismus und Neoromantik, Neuer Sachlichkeit und den Avantgarden seiner Generation hat er zu einer ganz eigenen Form einer littérature engagée gefunden. Die Studien des Bandes beleuchten in jeweils einzelnen Ansätzen biographische wie autobiographische Fragestellungen und bieten neben Deutungen und Analysen seiner Dichtungen auch ideen- und motivgeschichtliche Kommentare.

      Studien zu Leben und Werk von Gustav Regler
    • 2018
    • 2017

      Orpheus, Johann Ohneland, Hiob - zahlreiche Identitäten hat der deutsch-französisch-jüdische Schriftsteller Yvan Goll (1891 bis 1950) dichterisch adaptiert, um seine ambivalente Position zwischen den Nationen und Kulturen zu versinnbildlichen. In der expressionistischen Sammlung „Menschheitsdämmerung“ ist er mit sieben Dichtungen vertreten. Aber nicht nur die Aufnahme in das Standardwerk des deutschen Expressionismus hat das Urteil der Literaturgeschichte über ihn bestimmt. Indem Goll zu Beginn des Ersten Weltkrieges in die Schweiz emigrierte, wo er sich dem Kreis von Pazifisten um Romain Rolland anschloss, und am Anfang des Zweiten Weltkrieges Frankreich verließ, um nach New York zu flüchten, ist die Zuordnung als Schriftsteller des Exils ebenfalls prägend für seine Nachwirkung geworden. Der Band fragt nach den Einflüssen und Wechselwirkungen der Moderne und ihrer Verlaufsformen auf sein Werk.

      Konjunktionen - Yvan Goll im Diskurs der Moderne
    • 2016

      Das Lesebuch versammelt literarische Deutungen, aber auch Erlebnisberichte und militärhistorische Darstellungen der Schlacht um Verdun. Die Texte bilden nicht nur die Erfahrung des Krieges ab, sie dokumentieren zugleich die bellizistischen und pazifistischen Debatten des 20. Jahrhunderts.

      "Vor Verdun verlor ich Gott"
    • 2015

      Übergänge, Brüche, Annäherungen

      • 549pages
      • 20 heures de lecture

      Seitdem die Idee des Nationalstaates in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das politische Handeln in Europa bestimmt hat, thematisierte die schöngeistige Literatur philosophische und poetologische Fragen auch vor dem Hintergrund kollektiver Zuschreibungen wie der Sprache, der Tradition, der Sitte oder der Abstammung. Zugleich diskutierte sie Möglichkeiten der Überwindung nationaler Denkmuster im Sinne eines europäischen Gedankens. Diese ästhetisch produktive Ambivalenz wird in besonderer Weise in Texten sichtbar, die in Regionen entstanden sind oder solche zum Gegenstand wählen, die von den Koalitionskriegen bis zum Zweiten Weltkrieg im Spannungsfeld deutscher und französischer Interessen lagen. Die wissenschaftlichen und essayistischen Aufsätze des Bandes arbeiten als eine Geschichte der Literatur im Grenzraum zwischen Deutschland und Frankreich, Belgien und Luxemburg die ästhetische Eigenart der behandelten Werke heraus, umreißen sie interpretatorisch und leisten zugleich einen Beitrag zu ihrer kultur- wie literarhistorischen Einordnung.

      Übergänge, Brüche, Annäherungen