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Stefan Kalmring

    Bildung mit links!
    Die Lust zur Kritik
    • Die Lust zur Kritik

      • 399pages
      • 14 heures de lecture

      Es ist gerade einmal 20 Jahre her, da wurde das Ende der Geschichte ausgerufen. Mit dem Scheitern des Realsozialismus wurden nicht nur jene Formen der Gesellschaftskritik für obsolet erklärt, die sich am Marxismus-Leninismus des Ostblocks orientierten, sondern auch jene einer undogmatischen und unorthodoxen Herrschaftskritik, die sich in Opposition nicht nur zur kapitalistischen Warenproduktion, sondern auch zum Realsozialismus befunden hatten. Doch Kritik und eine auf Veränderung zielende politische Praxis sind nach wie vor notwendig. Allerdings scheint die Linke politisch und intellektuell in einer geradezu strukturell anmutenden Krise zu stecken. Neue Antworten auf neue – aber auch auf alte – Fragen wären dringend erforderlich. Ein wirkliches Verständnis der aktuellen Ausprägungen des Kapitalismus steht noch aus. Wie umgehen mit der Tatsache, dass Emanzipationsbestrebungen in der Vergangenheit so häufig umgeschlagen sind in erneute Herrschaft und Repression – wider die ursprüngliche Absicht ihrer Träger? Warum macht der Impetus radikaler Kritik in der Regel vor den Strukturen in den eigenen Verbänden und Parteien halt? Was sind notwendige Schritte, um die Linke wieder zu einer emanzipatorischen und einladenden Bewegung zu machen?

      Die Lust zur Kritik
    • Bildung mit links!

      Gesellschaftskritik und emanzipierte Lernprozesse im flexibilisierten Kapitalismus

      • 206pages
      • 8 heures de lecture

      Linke Bildung will emanzipatorisch sein – und damit anders als klassische Bildungsformate. Sie will schulkritisch sein, also die Bildungsinteressen der Teilnehmenden ins Zentrum stellen, diese weder frontal belehren noch sie in festgezurrte Kursmodule einzwängen. Sie will den Lernenden weitreichende Gestaltungsspielräume im Lernprozess zur Verfügung stellen. Wissensvermittlung alleine reicht ihr nicht aus, sie will auch Handlungskompetenzen ausbilden. Linke Bildung betrachtet sich in ihrer Zielsetzung als Teil eines linken Politikprojekts, das durch Eigenschaften wie Aufklärung, Autonomie und soziale Gerechtigkeit gekennzeichnet ist. Dieses will sie unterstützen, indem sie Erfahrungen und Wissen weitergibt, Kritikfähigkeit anregt und die Fähigkeiten der Teilnehmenden entwickelt, in politische Auseinandersetzungen erfolgreich einzugreifen. Erfolgreich werden solche Interventionen nur sein, wenn sie handwerklich gut sind – im Idealfall besser als die der politischen Konkurrenz. Da ein linkes Politikprojekt auf Solidarität und Selbstbestimmung zielt, können ihre Politikmuster aber auch nicht einfach dieselben sein wie die der Kräfte, die auf Beharrung ausgerichtet sind. Linke Politik muss sich sowohl im Inhalt als auch in der Form von jener unterscheiden, die sie kritisiert. Dies liegt in der Natur der Sache, wenn Ausbeutung, soziale Ungleichheit, Rassismus und Sexismus überwunden werden sollen.

      Bildung mit links!