Bookbot

Rene Grohnert

    Zeitzeiger. Plakate aus zwei Jahrhunderten
    Anschläge von "Drüben". DDR-Plakate 1949-1990
    San Francisco 1967 – Plakate im Summer of Love
    Klaus Staeck - Sand fürs Getriebe
    Mit dem Zug durch Europa - Plakate für Luxusreisen um 1900
    • Im 19. Jahrhundert begann das Reisen bequem zu werden: Ab 1873 rollte der erste Schlafwagen auf der Route Ostende–Köln–Berlin, bald kamen Speisewagen hinzu. Der berühmte 'Orient-Express' verkehrte ab 1883 als erster Luxuszug zwischen Paris und Konstantinopel. Von den Bahnhöfen, den Kathedralen der Moderne, ging es in die Seebäder, ins exotische Ausland, in die aufregenden Metropolen Europas. Dieses Buch zeigt in rund 80 Plakaten aus der Zeit von 1880 bis 1914, wie für Ziele, Züge und Hotels geworben wurde. Das Fernweh wurde entdeckt und geschürt, und wer es sich leisten konnte, machte sich auf – der Tourismus trat seinen Siegeszug an. Davon erzählen die Plakate als kultivierte Zeugnisse der Sozial- und Design-Geschichte. Ausstellung: Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang, Essen, 6. November 2010 – 16. Januar 2011.

      Mit dem Zug durch Europa - Plakate für Luxusreisen um 1900
    • Klaus Staeck - Sand fürs Getriebe

      • 255pages
      • 9 heures de lecture

      „Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?“ Als Klaus Staeck 1971 diese Frage unter das Bildnis einer alten Frau setzte (ein Bild Dürers von seiner Mutter), war sein erstes Plakat entstanden, das provokante Kunst in den öffentlichen Raum brachte. Das politische „Staeck-Plakat“ wurde rasch zu einem festen Begriff. Die Bilderfindungen und zugehörigen satirischen Slogans prägen das visuelle und politische Gedächtnis der Bundesrepublik, denn Staeck versteht es, den Finger in die Wunde zu legen. Mit seinen Entwürfen spitzt er gesellschaftlich brisante Themen und Krisen zu und hat damit häufig weitreichende Skandale ausgelöst. Von frühen Holzschnitten und Siebdrucken bis zu Plakaten, Multiples und Installationen: Sand fürs Getriebe gibt einen umfassenden Einblick in ein einmaliges politisch-künstlerisches Werk.

      Klaus Staeck - Sand fürs Getriebe
    • San Francisco 1967: Die Hippiebewegung strebt mit dem »Summer of Love« ihrem Höhepunkt entgegen. Diese Bewegung war aber weit mehr als die Klischees darüber vermuten lassen – sie verstand sich als konkrete Gegenkultur zur extrem konservativen, konsumorientierten und prüden Gesellschaft, wie sie sich in den 1950er und 1960er Jahren in den USA etabliert hatte. All das spielte sich zudem vor dem Hintergrund schwerer Rassenunruhen und des Vietnamkriegs ab. Die Hippies suchten nach neuen Möglichkeiten des Zusammenlebens und fanden in verschiedenen Bereichen eigene, neue und kreative Lösungen. Mode und Musik wurden zu den auffälligsten äußeren Kennzeichen, nicht zuletzt vermittelt durch die psychedelischen Plakate. Diese entstanden aber nicht nur für Konzerte, sondern begleiteten auch andere Ereignisse wie das »Human Be-In«, ein Happening im Januar 1967 in San Francisco, und zahlreiche Themen wie Selbsthilfe, Soziales, Krieg und Frieden, Marihuana, Business, Theater und Aktionen der Aktivistengruppe der »Diggers«. Der Katalog zeigt, wie vielfältig das Betätigungsfeld der Hippies war und wie Plakate hier zum Einsatz kamen. Die zugehörige Ausstellung ist die bisher größte Plakatausstellung des psychedelischen Plakats in Europa.

      San Francisco 1967 – Plakate im Summer of Love