Als Edvard Munch (1863–1944) im Herbst 1892 in Berlin seine Bilder präsentiert, bricht ein Sturm der Empörung los. Munch spaltet die Kunstszene in Freunde und Feinde der Moderne. Der Verein Berliner Künstler, der den norwegischen Maler eingeladen hat, lässt die Ausstellung vorzeitig schließen. Munchs erste Begegnung mit Berlin ist die heftigste, aber nicht die einzige: Immer wieder hält er sich monatelang dort auf, beginnt mit Grafik, malt, zeichnet, entwirft Bühnenbilder und trifft abends seine Freunde im legendären „Schwarzen Ferkel“. Keine Stadt außerhalb der Heimat prägt ihn so wie Berlin.
Hamburger Kaufmann, Kaufhauserfinder, Ästhet und Mäzen
Die Biographie von Max Emden bietet tiefgreifende Einblicke in sein Leben als Wohltäter und Kunstsammler. Ulrich Brömmling enthüllt einen anderen Max Emden, der nicht nur für seinen Luxus bekannt war, sondern auch für seine Freundschaft zur Kunst und seine Rolle in der europäischen Handelswelt. Sein Schicksal endete tragisch, als er 1940 starb.
Insgesamt bietet Brömmlings Arbeit vielseitige Ideen und Aspekte, die
unmittelbar von den im dritten Sektor Engagierten bedacht und umgeSetzt werden
können und so zu einer wirksameren und nachhaltigeren PR verhelfen. Ein in
theoretischer wie praktischer Hinsicht§gelungenes, kenntnisreiches Werk, das
den Professionellen im Nonprofit Sektor sehr nützlich sein kann.
(socialnet.de, 02.12.2009)
Annäherungen an die Ökonomie in der ›Süddeutschen Zeitung‹
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Jährlich erscheinen in Deutschland 90.000 neue Titel, doch nur 2.000 befassen sich mit Wirtschaft oder Recht. Die Herausforderung besteht darin, wertvolle Bücher zu finden. Der Autor ist von seinem Werk überzeugt, und Verlage weisen selten auf die Unbrauchbarkeit ihrer Titel hin. Der Buchhandel wird zunehmend von Abhängigkeiten und wirtschaftlichen Zwängen beeinflusst. Daher bleibt die kritische Würdigung wichtig, wobei die redaktionell geprüfte Rezension eines unabhängigen Kritikers von Bedeutung ist. Während im Feuilleton eine kontinuierliche Behandlung der Literatur stattfindet, bleibt die kritische Auseinandersetzung mit Wirtschaftsbüchern oft sporadisch. Viele Werke werden übersehen, da sie nicht primär auf Geldthemen fokussiert sind, sondern Randthemen und Nischen erforschen. Ulrich Brömmling hat regelmäßig Wirtschaftsbücher für die 'Süddeutsche Zeitung' rezensiert und erläutert in seinem Essay die Besonderheit und den Nutzen dieser kleinen Textgattung. Er unternimmt eine Reise durch die Welt der Wirtschaft mit ausgewählten Rezensionen, die sowohl bekannte als auch unbekannte, teils unentdeckte Werke umfassen. Brömmling (*1969) ist als unabhängiger Stiftungs- und Kommunikationsberater in Berlin tätig.