An wohl keinem anderen Ort verbringen Kinder mehr Zeit als in der Schule. Die schulpädagogische Forschung befasst sich entsprechend mit den verschiedensten Themengebieten: Geschlechtersensibilität, Vielfalt, Übergangsgestaltung, Erziehungsproblemen. Die Autor*innen aus Deutschland, Japan, Kasachstan, Lettland und Südkorea diskutieren unterschiedliche Aspekte der Schule und Schulentwicklung. In englisch- und deutschsprachigen Beiträgen besprechen sie dabei ihre jeweiligen nationalen Kontexte aus der Sicht der Allgemeinen, der Historischen und der Vergleichenden Erziehungswissenschaft sowie der Schulpädagogik, der Allgemeinen Didaktik und der Lehrer*innenbildung.
Makhabbat Kenzhegaliyeva Livres


Die tiefgreifenden Transformationsprozesse in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere in Kasachstan, führten zu neuen Anforderungen an Bildung und Erziehung, was eine grundlegende Veränderung des Bildungswesens notwendig machte. Besonders betroffen war das System der Hochschulbildung und dessen Organisationsstruktur. Das herkömmliche Modell erwies sich als unzureichend, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Kasachstan benötigte ein Hochschulsystem, das flexibel auf wirtschaftliche Veränderungen, die Arbeitsmarktlage und gesellschaftliche Bedürfnisse reagiert. Trotz unterschiedlicher politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen zeigen sich vergleichbare Herausforderungen in den Hochschulsystemen. Die Hochschulreformen in Kasachstan thematisieren Aspekte, die auch in deutschen Hochschulen aktuell diskutiert werden, wie die Reform der Studienstruktur durch gestufte Studiengänge und die Autonomie der Hochschulen. Im Zentrum der vergleichenden Analyse stehen die Gemeinsamkeiten in den Hochschulbereichen beider Länder, die Reaktionen auf diese Herausforderungen sowie der Einfluss des unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergrunds auf die Hochschulpolitik.