China boomt. Nicht nur Unternehmen zieht es in die Volksrepublik. Auch Kommunen bauen stetig ihre Kontakte aus. Doch wie sieht das Innenleben der Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Kommunen aus? Wo liegen Sollbruchstellen der Zusammenarbeit und was passiert etwa, wenn die Tibetflagge gehisst werden soll? Fragen wie diesen geht die erste, umfassende qualitative Studie zu den China-Kontakten deutscher Städte nach. Beinahe dreißig ausführliche Interviews wurden dazu mit Hauptverwaltungsbeamten aus der ganzen Bundesrepublik geführt - von Köln mit einer Million Einwohnern angefangen bis zur Kleinstadt Dinkelsbühl.
Rainer Lisowski Livres






Westliche Demokratien stehen unter Druck. Und das sowohl von innen als auch von außen. Einerseits plagen sie Selbstzweifel über ihren weiteren Weg, andererseits treten autokratische Regime zunehmend selbstbewusst auf. Wie groß ist die Gefahr, unser Staatsmodell durch eine Überbetonung von Demokratie, übermäßige Moralisierung und exzessive Technokratie auszuhöhlen? Wie sollte den aufstrebenden Autokratien Asiens - etwa China oder Singapur - angemessen entgegengetreten werden? Dieses Buch untersucht aus einem liberal-konservativem Blickwinkel die offenkundig tiefgreifenden Herausforderungen für die demokratischen Gesellschaften und versucht einige Antworten zu geben.
Asiatische Intellektuelle kritisieren zunehmend scharf strategische Fehler westlicher Globalpolitik. Kishore Mahbubani (Singapur) etwa wirft dem Westen falschen Umgang mit dem Islam, Demokratisierungseifer, die Erniedrigung Russlands und die Nichtbeachtung Chinas vor. Rainer Lisowski versucht in seinem Essay, auf die Thesen Mahbubanis zu antworten und zu verdeutlichen, dass dessen Analyse oberflächlich zwar an manchen Punkten zutrifft, aber in der Tiefe zwei entscheidende Treiber westlicher Entwicklung unterschätzt werden: eine immer weiter zunehmende Verrechtlichung der Welt und eine Wohlstandsverwahrlosung durch überzogenen Konsum. Sie sind der tiefere Grund, wieso realpolitische Außenpolitik im Westen zunehmend erschwert wird. Und Asien folgt dem westlichen Vorbild zeitverzögert - insgesamt keine guten Aussichten.
Immer mehr Menschen zieht es in die Stadte. DIese zu gestalten, ist Mission fur Burgermeister, Dezernenten, leitende Verwaltungsmitarbeiter und ehrenamtliche Ratsmitglieder. OBgleich politische Spielraume enger werden, bleibt Luft fur eine gestaltende Politik vor Ort. DAs Buch ist ein Pladoyer fur eine handwerklich-praktische, wissenschaftlich-inspirierte, urbane und international ausgerichtete GroSSstadtpolitik. ERfahrungswerte der Autoren werden stets am konkreten Beispiel eines achtjahrigen Change-Management-Prozesses in Oldenburg, Niedersachsens drittgroSSter Stadt, erlautert.