Die Biografie von Gerhard und Sabine Leibholz beleuchtet die Auswirkungen von Ausgrenzung, Emigration und Remigration auf ihr Leben und das ihrer Familie, insbesondere der Bonhoeffers. Frauke Geyken zeigt auf, wie die NS-Verfolgungen auch die „Remigranten“ prägten und gibt einen neuen, unverklärten Einblick in die Familienbeziehungen.
Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen von ihrer Gründung 1737 bis 2019
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Wie es dazu kam, dass mitten in der hannoverschen Provinz eine Universität gegründet wurde und wie dies die Entwicklung der Stadt fortan bestimmte, schildert die Historikerin Frauke Geyken in diesem kenntnisreich geschriebenen und reich bebilderten Werk. Die Georgia Augusta war weit über die Landesgrenzen als eine im Geiste der Aufklärung gegründete Universität bekannt. Heute kann sie auf eine mehr als 280 Jahre währende Geschichte zurückblicken. Sie umfasst wissenschaftliche Höchstleistungen wie bahnbrechende Forschungserkenntnisse oder das Göttinger Nobelpreiswunder, aber auch tiefgehende Krisen wie die Ausweisung der Göttinger Sieben oder die Jahre ab 1933, in denen die Universität Göttingen dem Nationalsozialismus aufgeschlossen gegenüberstand. Im Schlusskapitel dieses spannenden und erkenntnisreichen Überblicks über die Geschichte der Universität Göttingen berichtet die Universitätspräsidentin Professor Dr. Ulrike Beisiegel über die gegenwärtigen Herausforderungen für die Georgia Augusta.
Sophie Scholl war 21 Jahre alt, als sie die Flugblatter der Weissen Rose verteilte. Cato Bontjes van Beek arbeitete im gleichen Alter fur die Rote Kapelle . Die Kommunistin Antje Havemann engagierte sich mit 30 Jahren fur ein geeintes, freies, sozialistisches Europa. Die Schneidermeisterin Annedore Leber kampfte mit Mitte 30 an der Seite der Attentater vom 20.Juli, und die gleichaltrige vierfache Mutter Rosemarie Reichwein unterstutzte den Kreisauer Kreis. Frauke Geyken versteht es meisterhaft, die unterschiedlichen Lebensgeschichten dieser und anderer Frauen miteinander zu verflechten. Sie erzahlt einfuhlsam, wie sie in den Widerstand kamen, was sie antrieb, ob und wie sie entdeckt wurden und warum man sie nach 1945 so lange vergessen hat. Zur Sprache kommen auch Frauen wie Inge Aicher-Scholl und Marie Louise von Scheliha, deren Leben nach 1945 von dem erstaunlich muhsamen Kampf um Anerkennung des Widerstands bestimmt war. Eine mitreissende Hommage an den Kampf von Frauen fur Freiheit und Gerechtigkeit."
Sie war die letzte Zeitzeugin des Widerstands gegen Hitler und eine engagierte Vorkämpferin der deutsch-polnischen Versöhnung: Freya von Moltke (1911 - 2010), Bankierstochter aus dem Rheinland und letzte Gutsherrin des schlesischen Kreisau. Was sie antrieb und was für ein Mensch die lebensfrohe Weltbürgerin war, erzählt Frauke Geyken in ihrer einfühlsamen Biographie.