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Susanne Boshammer

    Gewalt
    Ethische Verantwortung in den Wissenschaften
    Die zweite Chance
    • Die zweite Chance

      Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten

      Die Bereitschaft zu verzeihen genießt in allen Kulturen einen guten Ruf. Wir bewundern Menschen, die dazu fähig sind, denn jeder weiß, wie schwer es sein kann, seinen Groll zu überwinden und zu verzeihen. Von Psychologen wird das Verzeihen als Heilmittel für seelische Wunden gepriesen und religiöse Menschen betrachten es als Ausdruck von Nächstenliebe. Doch ist es wirklich immer richtig, anderen eine zweite Chance zu geben? Oder sollten wir in Sachen Verzeihen lieber vorsichtig sein? Haben wir manchmal vielleicht sogar die Pflicht, hart zu bleiben – um uns selbst zu schützen, für Gerechtigkeit zu sorgen oder unsere Selbstachtung zu wahren? Und was ist, wenn jemand keinerlei Reue zeigt oder seine zweite Chance vertut? Die Philosophieprofessorin Susanne Boshammer untersucht auf anschauliche und anregende Weise, was es bedeutet, jemandem zu vergeben, und diskutiert die Gründe für und wider das Verzeihen. Sie macht deutlich, dass Vergebung nicht heißen muss, dass alle Beteiligten wieder Freunde werden, und warum Verzeihen nicht bedeutet, dass wir vergessen, was geschehen ist. Es geht ihr auch darum, welche Rolle die Bitte um Verzeihung im Prozess der Vergebung spielt, und was bei allen berechtigten Bedenken zugunsten des Verzeihens spricht: Vergebung ist eine einzigartige menschliche Fähigkeit und ein machtvoller Ausdruck unserer Humanität.

      Die zweite Chance2020
      4,0
    • Der öffentliche Diskurs zu ethisch brisanten Fragen der Wissenschaften findet heute vorwiegend in den Medien statt. Bedingt durch die strukturelle Überlastung der Universitäten mit Forschung und Lehre ist die ethische Meinungsbildung „an Ort und Stelle“, unter den Wissenschaftern selbst, meist nur begrenzt möglich. Stärker als die Wissenschaft, aber schwächer als die Politik, ist die Ethik kontrovers strukturiert. Anders als in den Wissenschaften herrschen grössere Meinungsunterschiede über die Art der moralischen Probleme sowie deren Lösung. Und im Unterschied zur Politik besteht „gute“ Ethik darin, durch Verbindung von Argument und Kontroverse einen Konsens herbeizuführen, also an einem tragfähigen Ethos festzuhalten, wo die Politik häufig nur weiter konflikthafte Kompromisse erzielen kann. In diesem Band diskutieren Fachwissenschaftler mit Ethikerinnen und Ethikern über die „ethischen Probleme“ in ihrem Fachgebiet: u. a. zur Gentechnik, zu Betrug in der Wissenschaft, Pädagogik, Klimapolitik, Wirtschaft, Bank- und Finanzindustrie, Religion und Medizin.

      Ethische Verantwortung in den Wissenschaften2006
    • Gewalt

      • 160pages
      • 6 heures de lecture
      Gewalt2005