Die medizinische Rehabilitation ist eine komplexe, multimodale und interdisziplinäre Intervention. Die Feststellung des Bedarfs für eine solche Maßnahme gestaltet sich schwierig. Entscheidende Akteure sind niedergelassene und Krankenhausärzte sowie Leistungsträger, wobei erstere oft über begrenztes Wissen zur Reha verfügen und letztere in der Regel nach Aktenlage entscheiden. Dies führt dazu, dass nicht immer die „richtigen“ Patienten im Hinblick auf Erforderlichkeit und Erfolg der Rehabilitation identifiziert werden. Studien zeigen, dass in der Reha unterschiedliche Problemprofile von leichten Störungen bis hin zu schweren körperlichen und psychischen Belastungen vorliegen. Daraus ergeben sich Fragen zur Ableitung von Konsequenzen: Eine gestufte Versorgungsform könnte sinnvoll sein, bei der leichtere Fälle einer Reha-Form mit singulären Zielen zugewiesen werden, während schwerwiegende, komplexe Fälle eine multidisziplinär-multimodale Reha erhalten. Auch nach der Rehabilitation stellt sich die Frage nach der Gestaltung der Nachsorge und deren Intensität in Abhängigkeit von individuellen Problemlagen. Das Buch richtet sich an wissenschaftlich interessierte Reha- und Akutkliniker, Mitarbeiter von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Sozialleistungsträger, Gesundheitsbehörden sowie Betriebs- und niedergelassene Ärzte.
Ruth Deck Ordre des livres






- 2016
- 2014
In den letzten Jahren hat sich in Sachen Reha-Nachsorge einiges getan. Zur Jahrtausendwende war das Thema noch wenig prominent, heute können wir auf eine Vielzahl unterschiedlicher, neuer Entwicklungen blicken. Für fast jede Reha-Indikation wurden innovative Nachsorgeprogramme entwickelt und erprobt, sie decken ein weites Spektrum von Inhalten und Methoden ab. Diese reichen von vergleichsweise einfachen, schriftlich zu führenden Tagebüchern bis hin zu komplexen Internetangeboten. Auch wenn sich die Nachsorgeangebote gut etablieren konnten, bleiben noch viele Fragen offen, die im Buch behandelt Wie sollte eine bedarfsgerechte Nachsorge aussehen, damit das Ziel der Rehabilitation, die nachhaltige Wiedereingliederung ins Erwerbsleben und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bei unterschiedlichen gesundheitlichen Einschränkungen und Kontextfaktoren erreicht wird? Welche Nachsorgeangebote haben den Nachweis ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich erbracht? Wie lässt sich eine qualitativ hochwertige Nachsorgeversorgung flächendeckend organisieren? Wie kann während der Nachsorge eine mit Vor- und Nachbehandlern abgestimmte Betreuung gewährleistet werden? Wie können Nachsorgeprogramme finanziert werden? Das Buch richtet sich an alle wissenschaftlich interessierten Reha- und Akutkliniker, Mitarbeiter von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Kostenträger, Gesundheitsbehörden, Betriebs- und niedergelassene Ärzte.
- 2012
Rehabilitation bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen
- 168pages
- 6 heures de lecture
In Deutschland existiert soziale Ungleichheit in Gesundheit und Krankheit. Zahlreiche Arbeiten aus der sozialepidemiologischen und medizinsoziologischen Forschung belegen, dass Menschen mit einem niedrigen Sozialstatus einen schlechteren Gesundheitszustand und ein höheres Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko haben, als Personen aus höheren sozialen Schichten. Ist auch in der Rehabilitation von einer ungleichen Behandlung auszugehen? Bildungs- und einkommensschwache Personen und Arbeitnehmer mit einer niedrigen beruflichen Stellung oder prekären Arbeitsverhältnissen könnten auch in diesem Bereich eine benachteiligte Patientengruppe sein. Ob schichtspezifische Probleme in der rehabilitationsmedizinischen Versorgung existieren, wurde bislang nicht systematisch untersucht. Das Buch behandelt die folgenden Fragen: Bei welchen Versorgungsaspekten und für welche Indikationen gibt es Hinweise auf soziale Benachteiligung? Wie und warum entsteht soziale Ungleichbehandlung im Bereich Rehabilitation? Gibt es Lösungsansätze und wie kommen sie zur Anwendung? Das Buch richtet sich an alle wissenschaftlich interessierten Reha- und Akutkliniken, Mitarbeiter von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Kostenträger, Gesundheitsbehörden, Betriebs- und niedergelassene Ärzte, Reha-Wissenschaftler sowie alle Reha-Interessierte.
- 2010
Schnittstellen in der Versorgung chronisch Kranker ergeben sich an allen Übergängen im Gesundheitssystem und betreffen unterschiedliche Versorgungs- und Behandlungsinstitutionen gleichermaßen. Insbesondere das System der medizinischen Rehabilitation scheint mit dem Problem der Schnittstellen konfrontiert. Sie betreffen die frühzeitige Erkennung des Reha-Bedarfs, den Zugang des Patienten zur Rehabilitation sowie die vielfältigen Notwendigkeiten der Reha-Nachsorge im weiteren Sinn. Das Buch behandelt die folgenden Fragen: Welche Chancen beinhalten geregelte Behandlungsprozesse und Case Management Verfahren für die Überwindung der Schnittstellen? Welche Formen der Reha- Nachsorge gewährleisten eine kontinuierliche Versorgung chronisch Kranker ohne Reibungsverluste? Welcher Preis ist für die Überwindung der Schnittstellen zu bezahlen? Das Buch richtet sich an alle wissenschaftlich interessierten Reha- und Akutkliniken, Mitarbeiter von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Kostenträger, Gesundheitsbehörden, Betriebs- und niedergelassene Ärzte, Reha-Wissenschaftler sowie alle Reha-Interessierte.
- 2008
Patientenbeteiligung findet in der gesundheitspolitischen Diskussion – insbesondere bei der Versorgung chronisch kranker Patienten – zunehmend Beachtung. Unter dem Begriff des „Shared Decision Making„ wird die gleichberechtigte Interaktion und Entscheidungsfindung von Patient und Arzt diskutiert. Die gemeinsame Entscheidungsfindung hat verschiedene Vorteile: Zum einen hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur das System der Rehabilitation weiterentwickelt, sondern auch der Rehabilitand. Die Rollenerwartungen von Patienten haben sich gewandelt: Patienten wollen informiert werden, bei Therapienangeboten mitdenken und mitentscheiden. Und nicht zuletzt zeigen empirische Befunde eine verbesserte Akzeptanz der Behandlung, größere Compliance, höhere Patientenzufriedenheit und zum Teil größere Behandlungseffekte. In dem Buch werden Modelle der aktiven Einbindung der Patienten in den Rehabilitationsprozeß und in die Reha-Nachsorge sowie seine aktive Rolle bei der beruflichen Wiedereingliederung vorgestellt und diskutiert. Das Buch stellt neue alternative Modelle der rehabilitativen Interaktion dar und diskutiert vorliegende Erfahrungen. Es richtet sich an Reha-Wissenschaftler, interessierte Reha- und Akutkliniken, Mitarbeiter von Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Kostenträger, Gesundheitsbehörden, Betriebs- und niedergelassene Ärzte.
- 2007
Durch eine gemeinsame Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen Rentenversicherung wurden in den Jahren 1998 bis 2005 bundesweit acht Forschungsverbünde in zwei dreijährigen Forschungsphasen gefördert. Ein Forschungsverbund war im Norden der Bundesrepublik angesiedelt, der Norddeutsche Verbund für Rehabilitationsforschung (NVRF). Dem NVRF gehörten in der ersten Hälfte des Förderzeitraums acht, in der zweiten Hälfte elf Forschungsprojekte an, die an drei Universitäten und an verschiedenen Reha-Kliniken verankert waren. Der NVRF befasste sich im Rahmen der sechsjährigen Forschungsförderung mit den Themenbereichen Bedarfsermittlung“, „Effektivitätssicherung“ sowie „Organisationsentwicklung“ und untersuchte diese bei unterschiedlichen Indikationsgruppen. Der vorliegende Band beinhaltet eine Auswahl der Ergebnisse der geförderten Forschungsprojekte. Dargestellt werden u. a. Befunde zum Rehabilitationsbedarf bei Rückenleiden, Rehabilitationswege bei Patienten mit psychischen/psychosomatischen Erkrankungen, spezifische Rehabilitationsmodelle und Interventionsstrategien sowie neue Erkenntnisse zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten bei stationärer medizinischer Rehabi1itation. Die einzelnen inhaltlichen und empirischen Beiträge werden durch eine vergleichende Würdigung der Arbeit des NVRF seitens des Kostenträgers ergänzt.
- 2006
In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Menschen, die Invalidenleistungen erhalten, in vielen Industrienationen stark gestiegen. Faktoren wie chronische Erkrankungen, die demografische Alterung und aktuelle wirtschaftspolitische Entwicklungen verstärken diesen Trend. Deutschland hat ein gut ausgebautes System der medizinischen Rehabilitation mit umfangreichen, gesetzlich verankerten Interventionsmöglichkeiten bei verminderter Erwerbsfähigkeit. Dennoch sind die Erfolge bei der Wiedereingliederung chronisch kranker Patienten mit langer Arbeitsunfähigkeit in den Arbeitsmarkt begrenzt. Ähnliche Erfahrungen machen auch andere europäische Länder. Erfolgreiche Interventionen umfassen den frühzeitigen Zugang zur Rehabilitation und eine bessere Integration der medizinischen Rehabilitation in das Gesundheits- und Wiedereingliederungsmanagement am Arbeitsplatz. In Deutschland werden zunehmend neue, arbeitsplatzorientierte Konzepte der medizinischen Rehabilitation erprobt. Besonders skandinavische Länder und die Niederlande zeigen sich in diesem Bereich aktiv und innovativ. Der vorliegende Band bietet die Möglichkeit, über Erfahrungen und neue Ansätze in der beruflichen Orientierung der medizinischen Rehabilitation in den nordeuropäischen Ländern und in Deutschland nachzudenken.
- 2004
Der erste Teil des Buches behandelt grundlegende Aspekte und Probleme sowie sozialrechtliche Implikationen der Nachsorge. Im zweiten Teil werden einige Ergebnisse zur aktuellen Umsetzung der Reha-Nachsorge aus größeren empirischen Studien vorgestellt und Defizite sowie Lösungsvorschläge diskutiert. Der dritte Teil befasst sich mit Flexibilisierungsmöglichkeiten der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Dabei werden erfolgreiche kombinierte Ansätze von Rehabilitation und Nachsorge vorgestellt. Im vierten und letzten Teil des Buches geht es um ein konkretes Nachsorgeverfahren, die telefonisch gestützte Nachsorge nach einer Rehabilitationsmaßnahme. Es wird die Wirksamkeit dieses Verfahrens bei ausgewählten Indikationen und Problembereichen aufgezeigt.
- 2004
Der akute Herzinfarkt ist für die Betroffenen ein einschneidendes Ereignis, der sein ganzes Leben verändern kann. Rehabilitation und lebenslange Sekundärprävention helfen den Betroffenen, die Krankheit zu überwinden. In diesem Zusammenhang wird seit geraumer Zeit auf die Bedeutung der Lebensstiländerung hingewiesen. Hierzu gehört u. a. Verzicht auf Nikotin, Abbau von Übergewicht und Steigerung der körperlichen Aktivität. Zur Lebensstiländerung existieren unterschiedliche Philosophien. Sie reichen über sehr strenge Programme, wie etwa die Lebensstiländerung nach Ornish bis hin zu gemäßigten Ansätzen, die „nur“ auf mediterrane Kost oder moderate Bewegung fokussieren. Der vorliegende Band vereinigt die verschiedenen Empfehlungen zur Lebensstiländerung. Sowohl Reha- Kliniker als auch Reha-Wissenschaftler stellen die gegenwärtigen, vielversprechendsten Möglichkeiten der Lebensstiländerung vor und beschreiben ihre Gleichberechtigung mit Blick auf die klassische medizinische / medikamentöse Behandlung von Koronarpatienten. Alle Beiträge in diesem Band belegen, dass mit wenigen grundlegenden, aber leicht durchführbaren und einzuhaltenden Lebensstiländerungen ein enormer Gewinn an gesundheitlichen Erfolgen zu erreichen ist. Ein Blick auf internationale Studien bestätigt die Bedeutung der Lebensstiländerung.
- 2003
Die medizinische Rehabilitation in Deutschland ist eine tragende Säule der gesundheitlichen Versorgung. Mit der Behandlung chronischer und funktioneller Störungen nimmt sie eine besondere Stellung im Gesundheitsystem ein. Das aus dem Symposium „Forschung und Forschungsförderung in der Rehabilitation“ entstandene Buch beleuchtet die unterschiedlichen Forschungsperspektiven. Der Themenblock 1 (Bundesebene) beschäftigt sich mit dem Stand der Reha-Forschung und -Förderung und beschreibt Erwartungen an die Reha-Wissenschaft. Themenblock 2 (Universitäten) widmet sich den Qualitätsanforderungen und den methodischen Standards in der Reha-Forschung. Es werden verschiedene Bereiche der Qualitätssicherung abgeleitet sowie allgemeine Voraussetzungen und Standards dargestellt. Im Themenblock 3 (Reha-Kliniken) berichten Reha-Kliniker aus Schleswig-Holstein über aktuell laufende und vom regionalen Forschungsförderverein geförderte Projekte.