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Wir waren die neue Zeit

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Ein so bissiger wie nostalgischer Roman über ein besetztes Haus in Berlin. Wir schreiben das Jahr 1990: Die Mauer ist gefallen, ein von Braunkohlenebeln umwabertes, verwunschenes Land tut sich auf. Doch märchenhaft bleibt es nicht lange. Das merkt auch die bunte Truppe, die das große Gründerzeithaus in der Nähe des Rosenthaler Platzes besetzt hat. So zäh die Eroberung gegen Nazis, Bullen und konkurrierende Besetzer verteidigt wird – untereinander sind die Neusiedler sich alles andere als grün. Mittendrin Erzähler Sebastian Brandt, der in Berlin eine Alternative zur miefigen westdeutschen Provinz sucht. Im Haus glaubt er sie gefunden zu haben. Aber so richtig warm wird er nicht mit der gelebten Utopie. Brandts kühlem Blick bleibt nicht verborgen, dass hinter den vielen Diskussionen um den politisch richtigen Weg zu oft und zu deutlich das Eigeninteresse hervorscheint. Es geht um Sex: Wann ist es befreite Liebe, wann Ausbeutung? Es geht um Macht: Wer beherrscht wen mit welchen Mitteln? Es geht um Raum: Wer kriegt das größte Zimmer? Und allmählich, zwischen Endlosplenum und Straßenschlachten, schiebt sich eine ganz hässliche Frage in den Vordergrund: Wer im Haus schnüffelt für den Verfassungsschutz?

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Wir waren die neue Zeit, Andreas Baum

Langue
Année de publication
2016
Reliure
(rigide),
État du livre
Bon
Prix
3,59 €

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Titre
Wir waren die neue Zeit
Langue
Allemand
Éditeur
Rowohlt
Publié
2016
Format
rigide
Pages
288
ISBN10
349805810X
ISBN13
9783498058104
Séries
Catégories
Description
Ein so bissiger wie nostalgischer Roman über ein besetztes Haus in Berlin. Wir schreiben das Jahr 1990: Die Mauer ist gefallen, ein von Braunkohlenebeln umwabertes, verwunschenes Land tut sich auf. Doch märchenhaft bleibt es nicht lange. Das merkt auch die bunte Truppe, die das große Gründerzeithaus in der Nähe des Rosenthaler Platzes besetzt hat. So zäh die Eroberung gegen Nazis, Bullen und konkurrierende Besetzer verteidigt wird – untereinander sind die Neusiedler sich alles andere als grün. Mittendrin Erzähler Sebastian Brandt, der in Berlin eine Alternative zur miefigen westdeutschen Provinz sucht. Im Haus glaubt er sie gefunden zu haben. Aber so richtig warm wird er nicht mit der gelebten Utopie. Brandts kühlem Blick bleibt nicht verborgen, dass hinter den vielen Diskussionen um den politisch richtigen Weg zu oft und zu deutlich das Eigeninteresse hervorscheint. Es geht um Sex: Wann ist es befreite Liebe, wann Ausbeutung? Es geht um Macht: Wer beherrscht wen mit welchen Mitteln? Es geht um Raum: Wer kriegt das größte Zimmer? Und allmählich, zwischen Endlosplenum und Straßenschlachten, schiebt sich eine ganz hässliche Frage in den Vordergrund: Wer im Haus schnüffelt für den Verfassungsschutz?