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Gier nach neuen Bildern

Flugblatt, Bilderbogen, Comicstrip

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Die Neugier auf sensationelle Nachrichten, politische Bildsatire und humorvolle Reportagen war stets groß. Im 16. Jahrhundert entstand der Begriff „newe Zeittung“, der zunächst Neuigkeiten bezeichnete, die auch mündlich übermittelt werden konnten. Mit der Einführung gedruckter Flugblätter ab Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich das heutige Verständnis von Printmedien, wobei bildreiche Veröffentlichungen besonders beliebt waren. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung „Gier nach neuen Bildern. Flugblatt, Bilderbogen Comicstrip“ beleuchtet drei Geschäftsmodelle der Flugblatt- und Bilderbogenproduktion, die seit dem 16. Jahrhundert weitgehend unverändert blieben. Sensationspresse, etwa mit Bildern von Naturkatastrophen oder Neuigkeiten aus Adelshäusern, richtete sich an ein breites Publikum. Scharfe Bildsatire, die sich mit Themen wie dem „rechten“ Glauben oder Zensur auseinandersetzte, sprach eine Käuferschicht mit speziellen politischen Interessen an. Zudem fand eine Kundschaft, die lehrreiche und humorvolle Unterhaltung suchte, Gefallen an Bilderbogen für den Nachwuchs und entdeckte den Comicstrip als Beilage zur Sonntagszeitung. Die Parallelen zur heutigen Boulevardpresse, dem aktuellen medialen Bilderkampf der Ideologien und dem anspruchsvoll-unterhaltsamen Feuilleton sind bemerkenswert.

Édition

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Gier nach neuen Bildern, Leonore Koschnick, Benjamin Mortzfeld, Jutta Scherrer

Langue
Année de publication
2017
Reliure
(rigide)
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Titre
Gier nach neuen Bildern
Sous-titre
Flugblatt, Bilderbogen, Comicstrip
Langue
Allemand
Format
rigide
ISBN10
3861022079
ISBN13
9783861022077
Séries
Description
Die Neugier auf sensationelle Nachrichten, politische Bildsatire und humorvolle Reportagen war stets groß. Im 16. Jahrhundert entstand der Begriff „newe Zeittung“, der zunächst Neuigkeiten bezeichnete, die auch mündlich übermittelt werden konnten. Mit der Einführung gedruckter Flugblätter ab Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich das heutige Verständnis von Printmedien, wobei bildreiche Veröffentlichungen besonders beliebt waren. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung „Gier nach neuen Bildern. Flugblatt, Bilderbogen Comicstrip“ beleuchtet drei Geschäftsmodelle der Flugblatt- und Bilderbogenproduktion, die seit dem 16. Jahrhundert weitgehend unverändert blieben. Sensationspresse, etwa mit Bildern von Naturkatastrophen oder Neuigkeiten aus Adelshäusern, richtete sich an ein breites Publikum. Scharfe Bildsatire, die sich mit Themen wie dem „rechten“ Glauben oder Zensur auseinandersetzte, sprach eine Käuferschicht mit speziellen politischen Interessen an. Zudem fand eine Kundschaft, die lehrreiche und humorvolle Unterhaltung suchte, Gefallen an Bilderbogen für den Nachwuchs und entdeckte den Comicstrip als Beilage zur Sonntagszeitung. Die Parallelen zur heutigen Boulevardpresse, dem aktuellen medialen Bilderkampf der Ideologien und dem anspruchsvoll-unterhaltsamen Feuilleton sind bemerkenswert.