Bookbot

Sauerland

Évaluation du livre

Paramètres

  • 466pages
  • 17 heures de lecture

En savoir plus sur le livre

"Ich muss verr�ckt sein, noch hier zu sein," denkt er. "Ich muss verr�ckt sein, hier weg zu gehen," denkt sie und kam als Fl�chtling �bers Wasser nicht des Mittelmeers sondern der Irrsee. Zeit ihres Lebens glaubte sie an ein Missverst�ndnis und harrte einer Korrektur, schien nie ganz bei der Sache.Noch weniger kam ihre Tochter zurecht, hat von der Flucht sich nie ganz erholt und z�hlt bis heute zu den scheuen Waldtieren, die heimatlos im Unterholz hausen und Rei�aus nehmen, sobald irgendwo unterm Absatz ein Ast knackt.Ja, noch der Enkel misst die Heimat, die er gar nicht kennt, auch wenn er ahnt, dass die Wehmut nicht dem Ort gilt sondern der verlorenen Zeit. Denn die Grenze ist offen, das Land noch dort, wo es war, und er ist hin und hat sich ein Bild gemacht. Aber was war, kommt nicht wieder, und der Gedanke w�re unertr�glich, wenn die Alternative nicht noch unertr�glicher w�re, n�mlich auch nur einen Tag der Vergangenheit, die noch jeden vertrieben hat, ein weiteres Mal erleben zu m�ssen.

Achat du livre

Sauerland, Georg Guillemin

Langue
Année de publication
2015,
État du livre
Bon
Prix
1,99 €

Modes de paiement

5,0
Excellent
1 Évaluations

Il manque plus que ton avis ici.

Titre
Sauerland
Langue
Allemand
Pages
466
ISBN10
151532074X
ISBN13
9781515320746
Séries
Catégories
Mots clés
Évaluation
5 sur 5
Description
"Ich muss verr�ckt sein, noch hier zu sein," denkt er. "Ich muss verr�ckt sein, hier weg zu gehen," denkt sie und kam als Fl�chtling �bers Wasser nicht des Mittelmeers sondern der Irrsee. Zeit ihres Lebens glaubte sie an ein Missverst�ndnis und harrte einer Korrektur, schien nie ganz bei der Sache.Noch weniger kam ihre Tochter zurecht, hat von der Flucht sich nie ganz erholt und z�hlt bis heute zu den scheuen Waldtieren, die heimatlos im Unterholz hausen und Rei�aus nehmen, sobald irgendwo unterm Absatz ein Ast knackt.Ja, noch der Enkel misst die Heimat, die er gar nicht kennt, auch wenn er ahnt, dass die Wehmut nicht dem Ort gilt sondern der verlorenen Zeit. Denn die Grenze ist offen, das Land noch dort, wo es war, und er ist hin und hat sich ein Bild gemacht. Aber was war, kommt nicht wieder, und der Gedanke w�re unertr�glich, wenn die Alternative nicht noch unertr�glicher w�re, n�mlich auch nur einen Tag der Vergangenheit, die noch jeden vertrieben hat, ein weiteres Mal erleben zu m�ssen.