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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 1207: Die eine Vernunft und die vielen Rationalitäten

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Die Debatte über einen universalistischen Vernunftbegriff wird zunehmend zentral in der Philosophie. Während die Tradition des „okzidentalen Rationalismus“ den Vernunftbegriff intern differenziert hat – in theoretische und praktische Vernunft (Kant), Verstand und Vernunft (Hegel), sowie Zweck- und Wertrationalität (Weber) – führte die Erfahrung zweier Weltkriege zu einer kritischen Reflexion der Irrationalität einer verselbständigten „instrumentellen“ Vernunft (Horkheimer/Adorno). Diese Reflexion hinterfragt die gesamte Tradition im Kontext einer „radikalen Vernunftkritik“. Anstelle der zwanglosen Geltung von Vernunft wird Macht (Foucault) thematisiert, und es wird ein Plural von nicht mehr vermittelbaren Rationalitäten (MacIntyre, Lyotard) anstelle einer einheitlichen Vernunft postuliert. Zudem wird die Selbstbegründung durch kontingente Konventionen (Rorty) ersetzt, und die Handlungsrationalität von Individuen wird durch die Rationalität sozialer Systeme (Luhmann) in Frage gestellt. Der vorliegende Band, zu dem sechzehn Philosophen aus dem angelsächsischen Raum und Deutschland beigetragen haben, widmet sich dieser Diskussion und zielt auf eine vertiefte Bestandsaufnahme der Problemstellung. Zudem wird die Integrationskraft eines differenzierten, diskurstheoretischen Vernunftkonzepts erprobt.

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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 1207: Die eine Vernunft und die vielen Rationalitäten, Karl Otto Apel, Matthias Kettner

Langue
Année de publication
1996
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Titre
Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 1207: Die eine Vernunft und die vielen Rationalitäten
Langue
Allemand
Éditeur
Suhrkamp
Publié
1996
Format
souple
Pages
469
ISBN10
3518288075
ISBN13
9783518288078
Séries
Description
Die Debatte über einen universalistischen Vernunftbegriff wird zunehmend zentral in der Philosophie. Während die Tradition des „okzidentalen Rationalismus“ den Vernunftbegriff intern differenziert hat – in theoretische und praktische Vernunft (Kant), Verstand und Vernunft (Hegel), sowie Zweck- und Wertrationalität (Weber) – führte die Erfahrung zweier Weltkriege zu einer kritischen Reflexion der Irrationalität einer verselbständigten „instrumentellen“ Vernunft (Horkheimer/Adorno). Diese Reflexion hinterfragt die gesamte Tradition im Kontext einer „radikalen Vernunftkritik“. Anstelle der zwanglosen Geltung von Vernunft wird Macht (Foucault) thematisiert, und es wird ein Plural von nicht mehr vermittelbaren Rationalitäten (MacIntyre, Lyotard) anstelle einer einheitlichen Vernunft postuliert. Zudem wird die Selbstbegründung durch kontingente Konventionen (Rorty) ersetzt, und die Handlungsrationalität von Individuen wird durch die Rationalität sozialer Systeme (Luhmann) in Frage gestellt. Der vorliegende Band, zu dem sechzehn Philosophen aus dem angelsächsischen Raum und Deutschland beigetragen haben, widmet sich dieser Diskussion und zielt auf eine vertiefte Bestandsaufnahme der Problemstellung. Zudem wird die Integrationskraft eines differenzierten, diskurstheoretischen Vernunftkonzepts erprobt.