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Wohl denen die gelebt

Erinnerung an Marie-Luise Kaschnitz

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  • 60pages
  • 3 heures de lecture

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Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tod der Dichterin erinnert sich Christoph Meckel an seine Begegnungen mit der grande dame der deutschen Nachkriegsliteratur. Sie hatte seine frühen Gedichte gelesen und ihm geschrieben. Bei einem Besuch am Familiensitz der Kaschnitz im Bollschweiler Schlosspark lud sie ihn ein, wiederzukommen. In späteren Treffen, auch in Frankfurt und Rom, vertieften sie ihre Gespräche über Dichtung, schöpferische Phantasie und Persönlichkeiten wie Auden, Fellini und Prévert. Sie teilte ihre Erinnerungen an Begegnungen mit Celan und Huchel, während er ihr von Bobrowski berichtete. Fasziniert erlebte er, wie sie in ihrem Spätwerk eine radikalere Prosa entwickelte. Ihr Austausch spiegelte unterschiedliche Lebensformen wider und fand auch in stillen Momenten der Gelassenheit seinen Ausdruck. Christoph Meckels Erinnerungen sind geprägt von einer besonderen Tiefenschicht, die an die Utopie der Leidlosigkeit und die menschliche Trostbedürftigkeit rührt, von der die Kaschnitz wusste, dass Literatur helfen kann. In leichten und dichten Erzählbildern gelingt es ihm, die Landschaften, die wir aus Kaschnitz' Texten kennen, lebendig werden zu lassen. Seine Sprache bewahrt das gemeinsame Vergnügen an Zaubersprüchen, erforscht das Befremdliche und findet Worte für Distanz und Einverständnis, während sie einen fortdauernden Respekt bezeugt. Eine eindringliche Erinnerung an eine Dichterin, die weiterhin lesenswert bleibt.

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Wohl denen die gelebt, Christoph Meckel

Langue
Année de publication
2008
Reliure
(souple),
État du livre
Bon
Prix
24,63 €

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Titre
Wohl denen die gelebt
Sous-titre
Erinnerung an Marie-Luise Kaschnitz
Langue
Allemand
Éditeur
Libelle
Publié
2008
Format
souple
Pages
60
ISBN10
3905707209
ISBN13
9783905707205
Séries
Mots clés
Description
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tod der Dichterin erinnert sich Christoph Meckel an seine Begegnungen mit der grande dame der deutschen Nachkriegsliteratur. Sie hatte seine frühen Gedichte gelesen und ihm geschrieben. Bei einem Besuch am Familiensitz der Kaschnitz im Bollschweiler Schlosspark lud sie ihn ein, wiederzukommen. In späteren Treffen, auch in Frankfurt und Rom, vertieften sie ihre Gespräche über Dichtung, schöpferische Phantasie und Persönlichkeiten wie Auden, Fellini und Prévert. Sie teilte ihre Erinnerungen an Begegnungen mit Celan und Huchel, während er ihr von Bobrowski berichtete. Fasziniert erlebte er, wie sie in ihrem Spätwerk eine radikalere Prosa entwickelte. Ihr Austausch spiegelte unterschiedliche Lebensformen wider und fand auch in stillen Momenten der Gelassenheit seinen Ausdruck. Christoph Meckels Erinnerungen sind geprägt von einer besonderen Tiefenschicht, die an die Utopie der Leidlosigkeit und die menschliche Trostbedürftigkeit rührt, von der die Kaschnitz wusste, dass Literatur helfen kann. In leichten und dichten Erzählbildern gelingt es ihm, die Landschaften, die wir aus Kaschnitz' Texten kennen, lebendig werden zu lassen. Seine Sprache bewahrt das gemeinsame Vergnügen an Zaubersprüchen, erforscht das Befremdliche und findet Worte für Distanz und Einverständnis, während sie einen fortdauernden Respekt bezeugt. Eine eindringliche Erinnerung an eine Dichterin, die weiterhin lesenswert bleibt.