Bookbot

Mythos Trümmerfrauen

von der Trümmerbeseitigung in der Kriegs- und Nachkriegszeit und der Entstehung eines deutschen Erinnerungsortes

Paramètres

  • 483pages
  • 17 heures de lecture

En savoir plus sur le livre

Die „Trümmerfrau“ ist ein fester Bestandteil historischer Darstellungen der Nachkriegszeit in Medien, Schulbüchern und Museen. Seit den 1950er Jahren wurden in vielen Städten Denkmäler für die „Trümmerfrauen“ errichtet. Leonie Treber untersucht die überlieferten Fakten und kommt zu dem Schluss, dass die „Trümmerfrauen“ ein Mythos sind; es gibt nur wenige Belege dafür, dass Frauen tatsächlich beim Beseitigen von Bombentrümmern aktiv waren. Die verbreiteten Narrative sind keine reinen Lügen, sondern enthalten teilweise verzerrte Wahrheiten, die aus dem Kontext gerissen sind. Treber zeigt, dass die Enttrümmerung der Städte meist von professionellen Firmen mit technischem Großgerät und Fachkräften durchgeführt wurde. Sie analysiert die zeitgenössischen Presseerzeugnisse von 1945 bis 1949, um die entstehenden Bilder und den Ursprung des Begriffs „Trümmerfrau“ zu hinterfragen. Die Tradition der „Trümmerfrauen“ reicht bis ins Jahr 1945 in der DDR zurück und wurde kontinuierlich gepflegt. Diese stabile Tradierung trug dazu bei, dass sich die unterschiedlichen Erinnerungsstränge von BRD und DDR zu einem gesamtdeutschen Erinnerungsort der „Trümmerfrau“ verbanden.

Achat du livre

Mythos Trümmerfrauen, Leonie Treber

Langue
Année de publication
2014
Reliure
(souple)
Nous vous informerons par e-mail dès que nous l’aurons retrouvé.

Modes de paiement

Personne n'a encore évalué .Évaluer

Titre
Mythos Trümmerfrauen
Sous-titre
von der Trümmerbeseitigung in der Kriegs- und Nachkriegszeit und der Entstehung eines deutschen Erinnerungsortes
Langue
Allemand
Éditeur
Klartext
Publié
2014
Format
souple
Pages
483
ISBN10
3837511782
ISBN13
9783837511789
Séries
Description
Die „Trümmerfrau“ ist ein fester Bestandteil historischer Darstellungen der Nachkriegszeit in Medien, Schulbüchern und Museen. Seit den 1950er Jahren wurden in vielen Städten Denkmäler für die „Trümmerfrauen“ errichtet. Leonie Treber untersucht die überlieferten Fakten und kommt zu dem Schluss, dass die „Trümmerfrauen“ ein Mythos sind; es gibt nur wenige Belege dafür, dass Frauen tatsächlich beim Beseitigen von Bombentrümmern aktiv waren. Die verbreiteten Narrative sind keine reinen Lügen, sondern enthalten teilweise verzerrte Wahrheiten, die aus dem Kontext gerissen sind. Treber zeigt, dass die Enttrümmerung der Städte meist von professionellen Firmen mit technischem Großgerät und Fachkräften durchgeführt wurde. Sie analysiert die zeitgenössischen Presseerzeugnisse von 1945 bis 1949, um die entstehenden Bilder und den Ursprung des Begriffs „Trümmerfrau“ zu hinterfragen. Die Tradition der „Trümmerfrauen“ reicht bis ins Jahr 1945 in der DDR zurück und wurde kontinuierlich gepflegt. Diese stabile Tradierung trug dazu bei, dass sich die unterschiedlichen Erinnerungsstränge von BRD und DDR zu einem gesamtdeutschen Erinnerungsort der „Trümmerfrau“ verbanden.