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Walter Langhammer: Graz – Indien

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Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb er nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 gelang ihm zusammen mit seiner jüdischen Frau die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später Art Director der Times of India, der größten englischsprachigen Zeitung des Subkontinents, wurde. In dieser privilegierten Position versuchte er junge indische, avantgardistische Künstler, die sich teilweise als Plakatmaler oder Autowäscher verdingten, durch seine Netzwerke zu fördern und ihnen Räume zur Reflexion und Präsentation zu schaffen. Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt und mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.

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Walter Langhammer: Graz – Indien, Margit Franz

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Année de publication
2026
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(souple)
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Titre
Walter Langhammer: Graz – Indien
Langue
Allemand
Format
souple
Pages
92
ISBN13
9783903425385
Séries
Mots clés
Description
Walter Langhammer wurde am 19. April 1905 in Graz geboren. Nach der Schulzeit übersiedelte er 1923 zum Studium an die Akademie der bildenden Künste nach Wien. Dort etablierte er sich im Roten Wien als Grafiker, insbesondere nach der Heirat mit der Tochter des sozialdemokratischen und jüdischen Bezirksvorstehers des ersten Wiener Gemeindebezirkes Otto Urbach. Daneben verfolgte er die Malerei und seine „kleine Leidenschaft“, die Karikatur. Ab 1927 im Brotberuf als Gymnasiallehrer tätig, betrieb er nach der Ausschaltung der Demokratie 1933/34 mit seiner Frau Käthe und seinem Schwiegervater illegale Zirkel zu Kunst und Sozialismus. 1938 gelang ihm zusammen mit seiner jüdischen Frau die Flucht nach Bombay, damals Britisch-Indien, wo er später Art Director der Times of India, der größten englischsprachigen Zeitung des Subkontinents, wurde. In dieser privilegierten Position versuchte er junge indische, avantgardistische Künstler, die sich teilweise als Plakatmaler oder Autowäscher verdingten, durch seine Netzwerke zu fördern und ihnen Räume zur Reflexion und Präsentation zu schaffen. Er selbst wurde mit Porträts der High Society Bombays berühmt und mit post-impressionistischen Landschafts- und Kulturstudien wegweisend für viele junge KünstlerInnen. Der indische Kunsthistoriker Ratan Parimoo bezeichnete ihn als „the man who brought Kokoschka to India“.