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Das Fußvolk der "Endlösung"

Nichtdeutsche Täter und die europäische Dimension des Völkermords

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Die Rekrutierung nichtdeutscher Kollaborateure an den Gräueltaten des NS-Regimes wurde lange Zeit wenig beachtet. Erst der Strafprozess gegen John Demjanjuk 2009 lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Thema. Historiker Thomas Sandkühler analysiert die Rolle „fremdvölkischer“ Hilfskräfte bei nationalsozialistischen Vernichtungsaktionen in Osteuropa. Er untersucht, ob „Trawniki-Männer“ und ukrainische Zwangsarbeiter als Mittäter der SS-Soldaten zu betrachten sind, und beleuchtet die Vernichtungslager Bełżec und Sobibór im Kontext der „Aktion Reinhardt“. Zudem thematisiert er die Konkurrenz zwischen dem Beamtenapparat und den SS- und Polizeistrukturen sowie die sowjetische Strafverfolgung als Anstoß zur Erforschung dieser Thematik. Die Mittäter, die hier untersucht werden, erhielten Waffen, da die neokoloniale Herrschaft des NS-Regimes ohne Kollaborateure nicht funktionieren konnte. Die Hierarchie von Deutschen zu Nichtdeutschen war jedoch stets klar. Sandkühler zeigt, dass „Trawniki-Männer“ und ukrainische Hilfspolizisten lediglich ausführende Organe waren. Mit dieser Untersuchung wird erstmals die europäische Dimension der osteuropäischen Judenvernichtung umfassend beleuchtet. Er beschreibt detailliert die Zusammenhänge zwischen Tatort, Tat und Tätern, beginnend mit dem Hitler-Stalin-Pakt bis hin zu den späten Strafprozessen im 21. Jahrhundert.

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Das Fußvolk der "Endlösung", Thomas Sandkühler

Langue
Année de publication
2021
Reliure
(souple),
État du livre
Bon
Prix
8,99 €

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Titre
Das Fußvolk der "Endlösung"
Sous-titre
Nichtdeutsche Täter und die europäische Dimension des Völkermords
Langue
Allemand
Format
souple
Pages
431
ISBN10
3742507338
ISBN13
9783742507334
Séries
Mots clés
Évaluation
4 sur 5
Description
Die Rekrutierung nichtdeutscher Kollaborateure an den Gräueltaten des NS-Regimes wurde lange Zeit wenig beachtet. Erst der Strafprozess gegen John Demjanjuk 2009 lenkte die Aufmerksamkeit auf dieses Thema. Historiker Thomas Sandkühler analysiert die Rolle „fremdvölkischer“ Hilfskräfte bei nationalsozialistischen Vernichtungsaktionen in Osteuropa. Er untersucht, ob „Trawniki-Männer“ und ukrainische Zwangsarbeiter als Mittäter der SS-Soldaten zu betrachten sind, und beleuchtet die Vernichtungslager Bełżec und Sobibór im Kontext der „Aktion Reinhardt“. Zudem thematisiert er die Konkurrenz zwischen dem Beamtenapparat und den SS- und Polizeistrukturen sowie die sowjetische Strafverfolgung als Anstoß zur Erforschung dieser Thematik. Die Mittäter, die hier untersucht werden, erhielten Waffen, da die neokoloniale Herrschaft des NS-Regimes ohne Kollaborateure nicht funktionieren konnte. Die Hierarchie von Deutschen zu Nichtdeutschen war jedoch stets klar. Sandkühler zeigt, dass „Trawniki-Männer“ und ukrainische Hilfspolizisten lediglich ausführende Organe waren. Mit dieser Untersuchung wird erstmals die europäische Dimension der osteuropäischen Judenvernichtung umfassend beleuchtet. Er beschreibt detailliert die Zusammenhänge zwischen Tatort, Tat und Tätern, beginnend mit dem Hitler-Stalin-Pakt bis hin zu den späten Strafprozessen im 21. Jahrhundert.