Bayerische Kirchengeschichte
- 400pages
- 14 heures de lecture






Vom Welttheater der Geschichte wurde er stets mit undankbarer Rolle bedacht, Letzter zu sein: Der letzte Mainzer Kurfürst, der letzte Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches, der letzte geistliche Fürst Deutschlands - Carl von Dalberg (1744-1817) hat in der Nachwelt bislang wenig Aufmerksamkeit gefunden. Dabei lässt sich in ihm eine Leitfigur des Umbruchs vom Ancien Régime zum napoleonischen Staatensystem sehen.
Weil Maier am 23. April 1945 auf einer Kundgebung für die kampflose Übergabe der Stadt das Wort ergriffen hat, als diese in Tumult auszuarten drohte, wurde er durch ein Standgericht wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und tags darauf gehenkt. Die reich bebilderte Publikation führt Maiers Lebensweg, sein priesterliches Wirken und vor allem sein Blutzeugnis für Regensburg vor Augen, um die Erinnerung an sein „Sterben, damit andere leben können“, vor 60 Jahren wach zu halten. Besondere Aufmerksamkeit wird im Anschluss auf die Schilderung seines beruflichen Werdegangs unter der Überschrift „Auf Konfrontationskurs mit der NS-Ideologie“ seinem Verkündigungsdienst geschenkt.
19. und 20. Jahrhundert
Von der Reformation zur Säkularisation / von Karl Hausberger