Weise, kühn und frei – es wird Zeit, den alten Frauen zuzuhören Alter ist kein Ende, sondern ein Neubeginn. Das zeigen Frauen wie Vivian Gornick, Jane Campbell, Carmen Herrera, Lucinda Childs oder Ulrike Edschmid. Manche haben sich neu erfunden, andere haben immer weitergemacht und schaffen im hohen Alter dann den internationalen Durchbruch als Künstlerinnen und Schriftstellerinnen. Sie sind mutig, fordern nichts ein, aber nehmen sich, was sie brauchen. Ein Buch über Freiheit im Alter jenseits gesellschaftlicher Klischees. »Eigentlich bin ich eine alte Frau«, meinte Verena Luekens bester Freund bei ihrer ersten Begegnung. Daniel war Mitte Dreißig, liebte Männer – und Frauen, wenn sie nicht mehr so jung waren. Doch alte Frauen sind in unserer Gesellschaft keinesfalls immer und überall gut angesehen. Rollenbilder? Gibt es kaum – von der freundlichen Oma mal abgesehen. je älter die Frauen sind, desto mehr verschwinden sie aus der Öffentlichkeit. Und tauchen erst wieder auf, wenn sie auf die Hundert zugehen oder als Exzentrikerinnen auf TikTok Karriere machen. Was alte Frauen wirklich sind: Feministinnen, Liebende, Kämpfende, Unangepasste, oft auch Spät-»Entdeckte«. Höchste Zeit, sie kennenzulernen. Verena Lueken zeichnet die inspirierenden Lebensentwürfe von Schriftstellerinnen und Künstlerinnen nach, in all ihrer Leidenschaft und Vitalität.
Verena Lueken Ordre des livres (chronologique)





Anderswo
Roman
Die Reisejournalistin B. führt ein unabhängiges Leben. Sie wohnt hier und dort, bereist die Welt und schreibt für bekannte Magazine. Eine Beerdigung im Freundeskreis erinnert sie an ihren verstorbenen Vater, der ihr immer fremd geblieben ist. B. unternimmt eine Spurensuche, mit der die Lebensgeschichte ihres Vaters ebenso lebendig wird wie ihre eigene: der Hilfsjob als Tänzerin einer Peepshow, die Liebe zu Claudio, dem Jazztrompeter, dem sie nach Amerika folgte. Ihre Suche führt sie schließlich nach Südafrika, wo sie überraschende Entdeckungen macht. Stilsicher, klar und präzise erzählt Verena Lueken in ihrem zweiten Roman die Geschichte einer späten Versöhnung.
Von der Kunst der Achtsamkeit Verena Lueken ist ein großartiger Roman über das Leben und die Literatur, die Krankheit und die Hoffnung gelungen: Feinfühlig, klar und lakonisch erzählt sie von einer klugen Frau, die sich vom Tod vor ihren Augen den Blick nicht verstellen lässt. Und davon, was Halt gibt und am Leben hält. In ihrer Wahlheimat New York, mitten im Sommer in Harlem, trifft sie die Diagnose mit ihrer ganzen Härte: Lungenkrebs, und das nach zwei vermeintlich erfolgreichen Therapien. Was besiegt zu sein schien, ist wieder da, und damit beginnt alles von Neuem. Klinik, Operation, Segen und Fluch des Morphiums. Aus einer willkommenen Auszeit wird ein Kampf um Heilung und Haltung. Sie stellt sich der lebensbedrohlichen Situation allein, lässt ihre Gedanken schweifen und landet immer wieder in der amerikanischen Literatur, in Filmen und der eigenen Vergangenheit. Gebannt folgt ihr der Leser in die Kindheit, zu ihrer Mutter, in den eigenen Aufbruch und in die Freiheit der Kunst und der Fremde. Die Rückkehr nach Frankfurt bereitet einen neuen Aufbruch vor: Eine Reise nach Burma zu einem außergewöhnlichen Mann eröffnet eine neue Perspektive. Verena Lueken erzählt von einer faszinierenden Frau, vor der sich ein Abgrund auftut – und die unerschrocken hineinblickt und dann entschlossen springt. Ein grandioser Roman über das Leben und das Überleben.
5400 Hochhäuser, mehr als 180 Sprachen und der einzige Ort, an dem die Amerikaner zu Fuß gehen: New York ist einzigartig. Ihr Herz wird also klopfen, wenn Sie das erste Mal New York betreten. Vor Glück, wenn Sie das erste Mal eine Ansage des freundlichen U-Bahn-Schaffners verstanden haben. Vor Angst, wenn Sie lesen werden, warum schlechte Manieren hier manchmal mit dem Tod bestraft werden. Vor Rührung, wenn Sie hören, daß die Spitze des Empire State Building jeden Abend in anderer Farbe erstrahlt. Und vor Freude, wenn Sie als Kenner dem Neuankömmling die New Yorker Obsession für Postleitzahlen erklären können.
New York
- 178pages
- 7 heures de lecture
New York, die Stadt, das Faszinosum in all seinen Spiegelbildern spielt die Hauptfigur in der Reportage der Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Am Gedächtnis von New York entlang, das von Beginn an die Stadt der Außenseiter war, in der sich die Welt getroffen hat, schreibt Verena Lueken ihre Reportage, in der der Übergang der vergangenen Monate und ein Stück Stadtgeschichte sich verbinden zum Bild des augenblicklichen Zustands einer Metropole. Was wird die „Hauptstadt der Welt" in der Zukunft sein können? Verena Lueken folgt in New York den Bewegungen der Menschen, in den Straßen, über das Wasser und die Brücken, vor allem aber durch das U-Bahn-Netz. Sie folgt den Bewegungen des Mülls der Bewohner dieser Stadt, und das ist neuerdings auch der Abtransport der Millionen Tonnen Schutt von Ground Zero. Und schließlich folgt Verena Lueken den spekulativen Strömen des Geldes im nicht mehr ganz heimlichen neuen Finanz- und Unterhaltungsviertel in Midtown.