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Kultur macht Sinn

Orientierung zwischen Gestern und Morgen

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Nur im Spiegel einer Kultur, in der sich menschliche Sinnbildung als ein Ganzes darstellt, ist auszumachen, was es heißt, ein Mensch zu sein. Wie sich dieser Sinnbildungsprozess in den verschiedenen Lebensbereichen gestaltet, steht im Blickfeld der vorliegenden Betrachtungen. Den Anfang macht das historische Denken in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. Über die Frage der Aneignung geschichtsphilosophischer Traditionen gelangt der Autor zur Erinnerungskultur der Bundesrepublik und deren Reflektionen in der Geschichtswissenschaft sowie der Geschichtsdidaktik. Dem wissenschaftlichen Denken als Teil einer Kultur, der es sich forschend und denkend zuwendet, gilt anschließend das Interesse. Es soll selbst als kulturelle Tätigkeit und damit seine Lebensdienlichkeit plausibel gemacht werden. Dabei wird unter anderem nach dem Sinn und Zweck kulturwissenschaftlicher Studien gefragt. Der Bogen sinntheoretischer Überlegungen wird jedoch noch weiter gespannt. Problematisiert wird auch, wie der Mensch mit der Erfahrung der Zeit umgeht und wie aus Zeiterfahrung Sinn gebildet wird. Dazu wird ein umfassender typologischer Deutungsversuch vorgelegt. Zuletzt erweitert sich der Horizont um andere Bereiche der Kultur, wie Religion und Utopie, und deren sinnstiftendes Potential. So entsteht ein weites und differenziertes Spektrum der geistigen Vorgänge, in denen der Mensch über sich selbst und seine Umwelt verstehend und deutend reflektiert.

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Kultur macht Sinn, Jörn Rüsen

Langue
Année de publication
2006
Reliure
(souple),
État du livre
Bon
Prix
63,99 €

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Titre
Kultur macht Sinn
Sous-titre
Orientierung zwischen Gestern und Morgen
Langue
Allemand
Éditeur
Böhlau
Publié
2006
Format
souple
Pages
269
ISBN10
3412296058
ISBN13
9783412296056
Séries
Description
Nur im Spiegel einer Kultur, in der sich menschliche Sinnbildung als ein Ganzes darstellt, ist auszumachen, was es heißt, ein Mensch zu sein. Wie sich dieser Sinnbildungsprozess in den verschiedenen Lebensbereichen gestaltet, steht im Blickfeld der vorliegenden Betrachtungen. Den Anfang macht das historische Denken in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. Über die Frage der Aneignung geschichtsphilosophischer Traditionen gelangt der Autor zur Erinnerungskultur der Bundesrepublik und deren Reflektionen in der Geschichtswissenschaft sowie der Geschichtsdidaktik. Dem wissenschaftlichen Denken als Teil einer Kultur, der es sich forschend und denkend zuwendet, gilt anschließend das Interesse. Es soll selbst als kulturelle Tätigkeit und damit seine Lebensdienlichkeit plausibel gemacht werden. Dabei wird unter anderem nach dem Sinn und Zweck kulturwissenschaftlicher Studien gefragt. Der Bogen sinntheoretischer Überlegungen wird jedoch noch weiter gespannt. Problematisiert wird auch, wie der Mensch mit der Erfahrung der Zeit umgeht und wie aus Zeiterfahrung Sinn gebildet wird. Dazu wird ein umfassender typologischer Deutungsversuch vorgelegt. Zuletzt erweitert sich der Horizont um andere Bereiche der Kultur, wie Religion und Utopie, und deren sinnstiftendes Potential. So entsteht ein weites und differenziertes Spektrum der geistigen Vorgänge, in denen der Mensch über sich selbst und seine Umwelt verstehend und deutend reflektiert.