Bookbot

Affektpolitik und Raum

Zu einer Architektur des Textilen

Paramètres

  • 246pages
  • 9 heures de lecture

En savoir plus sur le livre

Mit den Muskelgefühlen leben wir in Räumen. Ebendiese hat die architektonische Moderne vergessen. Sie ist formstark und die Biegeschlaffheit von Textillien liegt ihr nicht. Dennoch: Wir puffern, polstern, dämpfen, installieren. Wir verweichen gebaute Architektur. Und wir entlarven uns damit als anhaltend wohnsüchtig - eine Eigenschaft, mit der Walter Benjamin das 19. Jahrhundert zu geißeln pflegte. In der Tat verbauen wir in textile Materialitäten unsere Stimmungen, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Emotionen. Im Projekt der Moderne war das Interieur entrümpelt und als der „verstellte, traumverlorene Rückzugsort des Bourgeois“ gekündigt worden. Als Herstellungsort von Individualität ist dieser Rückzugsort jedoch nicht abgeschafft worden, mehr noch: Er fungiert zunehmend als Ort der Leiberfahrung, nachdem der gesellschaftliche Körper an die gesundheitskulturellen Werte von Fitness delegiert worden ist. Heidi Helmhold erarbeitet historisch und systematisch den affektpolitischen Zusammenhang von harter gebauter und weicher, textiler Architektur. Sie entwickelt hierbei Ansätze für einen Textile-Turn in Architektur und Raumtheorie.

Achat du livre

Affektpolitik und Raum, Heidi Helmhold

Langue
Année de publication
2012
Reliure
(souple)
Nous vous informerons par e-mail dès que nous l’aurons retrouvé.

Modes de paiement

Personne n'a encore évalué .Évaluer

Titre
Affektpolitik und Raum
Sous-titre
Zu einer Architektur des Textilen
Langue
Allemand
Éditeur
König
Publié
2012
Format
souple
Pages
246
ISBN10
3865606776
ISBN13
9783865606778
Séries
Description
Mit den Muskelgefühlen leben wir in Räumen. Ebendiese hat die architektonische Moderne vergessen. Sie ist formstark und die Biegeschlaffheit von Textillien liegt ihr nicht. Dennoch: Wir puffern, polstern, dämpfen, installieren. Wir verweichen gebaute Architektur. Und wir entlarven uns damit als anhaltend wohnsüchtig - eine Eigenschaft, mit der Walter Benjamin das 19. Jahrhundert zu geißeln pflegte. In der Tat verbauen wir in textile Materialitäten unsere Stimmungen, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Emotionen. Im Projekt der Moderne war das Interieur entrümpelt und als der „verstellte, traumverlorene Rückzugsort des Bourgeois“ gekündigt worden. Als Herstellungsort von Individualität ist dieser Rückzugsort jedoch nicht abgeschafft worden, mehr noch: Er fungiert zunehmend als Ort der Leiberfahrung, nachdem der gesellschaftliche Körper an die gesundheitskulturellen Werte von Fitness delegiert worden ist. Heidi Helmhold erarbeitet historisch und systematisch den affektpolitischen Zusammenhang von harter gebauter und weicher, textiler Architektur. Sie entwickelt hierbei Ansätze für einen Textile-Turn in Architektur und Raumtheorie.