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Mit der zunehmenden Digitalisierung und der wachsenden Beliebtheit sozialer Netzwerke zeigt auch der Staat Interesse an dieser Entwicklung, insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsfahndung. Facebook wird häufig als Plattform genutzt, um Fahndungsaufrufe aufgrund seiner über 1,6 Milliarden Mitglieder schnell und unkompliziert zu verbreiten. Trotz der gesteigerten Erfolgschancen, die Online-Fahndungen versprechen, bleiben verfassungs- und datenschutzrechtliche Defizite bestehen. Die Autorin untersucht den datenschutzrechtlichen Rahmen sozialer Netzwerke, insbesondere die Anwendbarkeit deutschen Datenschutzrechts auf Facebook. Sie differenziert zwischen präventiver und repressiver Öffentlichkeitsfahndung und betont, dass aufgrund erheblicher Eingriffe in die Grundrechte der Betroffenen, insbesondere das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, eine ausreichend konkrete, formalgesetzliche Grundlage erforderlich ist. Ist diese gegeben, muss die Maßnahme dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit standhalten. Das Buch beleuchtet die Gefahren, die für die Betroffenen bei der staatlichen Nutzung von Facebook für Fahndungszwecke bestehen, und thematisiert datenschutzrechtliche Defizite, die diese Nutzung einschränken oder sogar ausschließen. Weitere relevante Aspekte sind Datenübermittlung und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
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Datenschutz in sozialen Netzwerken, Bianca Bajmel
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- 2017
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