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Der Film Titanic zählt zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen, was aus der Perspektive gängiger Unterhaltungstheorien überraschend ist, da er tragisch endet. Dies wirft die Frage auf, warum Menschen freiwillig Filme konsumieren, die Traurigkeit auslösen, eine Emotion, die im Alltag oft vermieden wird. Diese Arbeit untersucht theoretisch und empirisch die Rolle von sogenannten ›Metaemotionen‹ bei der Auswahl trauriger Filme. Metaemotionen entstehen durch die Bewertung von Emotionen und können von den erlebten Emotionen abweichen. Beispielsweise kann die Traurigkeit, die beim Schauen eines Films empfunden wird, auf metaemotionaler Ebene positiv bewertet werden, was als Gratifikation für das Anschauen trauriger Filme gilt. Die Arbeit differenziert verschiedene Dimensionen von Metaemotionen, basierend auf der Annahme, dass positive Bewertungen erlebter Traurigkeit unterschiedliche Gründe haben können. Der empirische Teil umfasst standardisierte Befragungen, die zeigen, dass Metaemotionen die Präferenz für traurige Filme beeinflussen. Es werden Gründe für die Umdeutung negativer Emotionen bei der Rezeption solcher Filme herausgearbeitet, und die Ergebnisse deuten auf eine komplexe Gefühlslage hin, die den gängigen Ansichten zu emotionalen Gratifikationen bei der Medienrezeption widerspricht.
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Unterhaltung durch traurige Filme, Marco Dohle
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