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Marie Verena Pröscholdt

    Effekte von Förderprogrammen des Schriftspracherwerbs und eines vorschulischen Sprachförderprogramms auf den späteren Schriftspracherwerb bei Kindern mit Migrationshintergrund
    • 2017

      Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland zeigen weiterhin geringere Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb im Vergleich zu ihren Altersgenossen ohne Migrationshintergrund, insbesondere in der Lesefertigkeit. Diese Unterschiede sind gravierend, da die Beherrschung der Schriftsprache für die schulische Entwicklung entscheidend ist. Die Leistungsunterschiede sind vor allem auf unzureichende sprachliche Fertigkeiten zurückzuführen, die bereits im Kindergartenalter erkennbar sind. Frühzeitige Sprachförderung wurde als zentrale Aufgabe von Bildungseinrichtungen identifiziert, doch viele vorschulische Sprachförderprogramme in Deutschland sind bislang nicht ausreichend evaluiert worden. Die Autorin untersucht die langfristige Wirkung eines kombinierten vorschulischen Sprachförderprogramms und eines Programms zur Förderung der phonologischen Bewusstheit bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund auf den Schriftspracherwerb. Die Studie umfasst 485 Kinder vom vorletzten Kindergartenjahr bis zum Ende der dritten Klasse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gruppe mit kombinierter Förderung in Rechtschreibung, Leseverständnis und Lesegeschwindigkeit von der ersten bis zur dritten Klasse unterlegen ist. Regressionsanalysen heben die Bedeutung der Buchstabenkenntnis und der phonologischen Bewusstheit am Ende der Kindergartenzeit hervor.

      Effekte von Förderprogrammen des Schriftspracherwerbs und eines vorschulischen Sprachförderprogramms auf den späteren Schriftspracherwerb bei Kindern mit Migrationshintergrund