Die Hotellerie ist tendenziell durch eine hohe Anlagenintensität sowie einer von der Auslastung unabhängigen Fixkosten-Intensität geprägt und bringt dadurch besondere strukturelle Auswirkungen auf den Sektor mit sich. Zudem ist die Rentabilität von Hotelbetrieben aufgrund der hohen Errichtungs- sowie Betriebskosten im Vergleich zu anderen Branchen niedrig. Durch die geltenden Kapitaladäquanz-Richtlinien für Banken durch „Basel“ haben sich die Anforderungen an die Hotellerie verändert, da Banken ihre Konditionen aufgrund der Solvabilitätsverordnung verstärkt nach der Bonität ihrer Kunden differenzieren. Diese Entwicklung führt dazu, dass Kredite für kleine und mittlere Unternehmen in der Hotellerie erschwert zugänglich sind. Dies führt zur deutlichen Verteuerung bzw. Nicht-Gewährung von Krediten an die Hotellerie. Dieser Umstand verlangt neue innovative Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für die Hotellerie. Die in dieser Studie vorgestellten und diskutierten Multi-Ownership-Modelle stellen einen solchen alternativen Finanzierungsansatz dar. Die Studienergebnisse fließen abschließend in einen Anforderungskatalog inklusive Erfolgsfaktoren für die praktische Anwendung.
Daniel Ganzer Ordre des livres


- 2015
- 2014
Multi-Ownership als Finanzierungsinstrument der österreichischen Hotellerie
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Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Solvabilitätsverordnungen von Basel auf die Hotelbranche, insbesondere die gestiegenen Finanzierungskosten aufgrund schlechter Bonitätseinstufungen. Banken sind gezwungen, Eigenkapital entsprechend dem Branchenrisiko zu hinterlegen, was den Zugang zum Fremdkapitalmarkt erschwert. Diese Herausforderung erfordert die Entwicklung neuer, innovativer Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für die Hotellerie, um den finanziellen Druck zu mindern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.